Vlahos, James: Tod im Paradies: Das Geheimnis eines Südsee-Mordes

Tod im Paradies: Das Geheimnis eines Südsee-Mordes
DuMont True Tales
James Vlahos
Wahre Geschichten
DUMONT REISEVERLAG
05. April 2017
Gebundene Ausgabe
70

 

Als Heike Dorsch zusammen mit ihrem Freund Stefan Ramin am 30. August 2011 die kleine Insel Nuku Hiva erreichen, ahnen beide noch nicht, dass sich hier ihr Leben komplett verändern wird. Auch der Autor des Buches ahnt zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass ihn die Geschichte zweier ihm bis dahin unbekannten Menschen ein knappes Jahr später beschäftigen wird.

James Vlahos erhält im Herbst 2012 den Auftrag, eine Tour durch Französisch-Polynesien zu machen. Zu den über einhundert Inseln gehört auch die Insel von Heike Dorsch und Stefan Ramin. Die Geschichte der beiden weckt seine Neugierde, was geschah wirklich auf der Insel? Und schon bald muss der amerikanische Reporter erkennen, dass er sehr schnell zu einem Kriminalermittler geworden ist.

Das Büchlein, welches gut in eine Hosentasche oder Handtasche passt, bietet gerade mal 68 Seiten Text mit 12 s/w-Bildern. Es ist fest gebunden und macht einen guten, ansprechenden, optischen Eindruck.

Der Autor hat die Geschichte, welche eine wahre Begebenheit darstellt, in vier Kapitel unterteilt. So stellt er zunächst die Geschichte aus Heike Dorschs Erinnerungen kurz dar, geht dann auf die Jagd nach dem mutmaßlichen Mörder ein und leitet dann über zu seinen eigenen Ermittlungen und seinen Ergebnissen.

Nimmt einen die Geschichte in den ersten beiden Kapiteln noch gefangen, so merkt man beim dritten Kapitel einen deutlichen Bruch. Natürlich darf man bei rund 70 Seiten Text mit 12 Bildern nicht allzu viele Informationen erwarten, jedoch hätte ich es mir doch schon etwas flüssiger vorgestellt. Die Fakten, welche nicht gerade umfangreich sind, werden nur kurz angerissen. Der Autor erwähnt, mit wem er alles gesprochen hat, gibt aber nicht oder Stichpunktartig preis, was das Gespräch ergeben hat. An dieser Stelle hätte ich mir mehr Tiefgang und Authentizität gewünscht. So wirkte vieles auf mich wie gefiltert oder zurechtgeschnitten.

Fazit:
Natürlich mag man sich anhand der spärlichen Informationen sein eigenes Bild von dem Vorfall formen, doch ob dies letztlich der Wahrheit entspricht, können nur Stefan Ramin oder Arihano Haiti sagen. Beide jedoch schweigen – wenn auch aus verschiedenen Gründen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.