Leipziger Buchmesse 2016 – Samstag, 19.03.2016 – Tag 3

Erfahrungsgemäß von den letzten Jahren, ist der Samstag der schlimmste Tag auf der Buchmesse. Ein Durchkommen, ob mit Trolley oder Kinderwagen ist an diesem Tag sehr schwer bis nahezu unmöglich. Von daher hatten wir bereits im Vorfeld beschlossen gehabt, dass mein Mann mit den Kindern in den Leipziger Zoo geht und ich alleine über die Messe stiefeln würde.

Alleine die Anreise zur Buchmesse artete im Chaos aus. Schon auf der Autobahn gerieten wir in einen Anfahrtsstau, der mich dazu zwang, meinen ersten Termin ein wenig nach hinten zu verschieben. Der Parkplatz war bereits zu dieser Zeit sehr voll und weitere Ausweichparkplätze schon aktiviert. Aber das störte uns weniger, wollte mein Mann mich lediglich abliefern und dann gleich weiterfahren. Das Personal vor Ort war sehr nett und bot meinem Mann die Möglichkeit dazu. Am Eingang wurde ich dann von der Security befragt, was ich auf der Messe eigentlich wolle. Schon beim Aufzählen meiner Vorhaben, stieg der gute Mann verwirrt und völlig überfordert aus, so dass er mich wortlos durchwinkte.

Meinen Trolley hinter mir herziehend, flitzte ich dann zu meinem ersten Termin. Wieder ein Interview für kriminetz.de und dieses Mal mit Eric Berg, der auch unter Eric Walz bekannt ist. Bedingt durch meine Verspätung saß er bereits in einem anderen Termin. Und so drehte ich noch eine Runde, begrüßte kurz am Droemer Knaur Stand Iny und Elmar Lorentz, die mir den Knoblauchriesen Detlef Kittelmann vorstellten.

Dann war es aber auch schon an der Zeit und ich setzte mich mit Eric Berg zu einem Interview zusammen. In entspannter Atmosphäre durfte ich dem Autor einige Fragen stellen, unterbrochen durch einige Leser, die das neuste Buch von Eric Berg („Die Schattenbucht“) signiert haben wollten. Da mein nächster Termin sich gleich an selben Ort anschloss, blieb ich sitzen und wartete auf Julia Kröhn, die unter dem Pseudonym Kiera Brennan einen neuen Irland Roman („Die Herren der grünen Insel“) veröffentlicht hat.

Die Lesung und das anschließende Signieren verzögerte sich bei Julia Kröhn ein wenig, so dass ich mir mit Fragen zum Bezahlen der Bücher vom Stand, Beratungen zu Büchern und anderen Fragen, die der Leserschaft unter den Nägeln brannten, die Zeit vertrieb. An einem Stand zu sitzen schien wohl gleichbedeutend zu sein mit der Zugehörigkeit zum Stand. Eine neue Erkenntnis für mich, ungewohnt, aber bisweilen dann doch sehr erheiternd.

Schließlich kam Julia Kröhn und nach ein wenig auflockerndem Smalltalk konnten wir das Interview durchführen. Im Anschluss schlenderte ich durch die Hallen, machte einen Interviewtermin mit Kerstin Groeper für den Abend aus und stellte mich dann in die Signierschlange von Kate Morton. Hier fand keine Lesung, sondern lediglich eine Signierstunde statt. Praktischerweise konnte man ihr neustes Buch („Das Seehaus“) gleich vor Ort erwerben, so dass ich bestens gerüstet war. Ein kurzer Smalltalk in Englisch und schon konnte es weiter gehen. Der nächste Interviewtermin wartete.

Bei diesem Termin traf ich auf Sina Beerwald, die in der letzten Zeit vor allem Sylt-Krimis geschrieben hat. Erst zwei Krimis mit der Möwe Ahoi, die zusammen mit anderen Möwen auf Sylt ihr Unwesen treibt und dabei Kriminalfälle löst und nun ein neues Buch („Heringsmord“) veröffentlicht hat, bei dem es um ein Ehepaar geht, das sich auf Sylt niederlassen möchte, dabei aber zuerst über einen Toten stolpert.

Pünktlich zu diesem Termin kam auch mein Mann mit den beiden Mädels zur Messe, so dass wir Sina Beerwald gleich zu viert in Beschlag nahmen. Das Interview ging schnell und wir hatten eine Menge Spaß dabei. Was dann aber passierte, überraschte nicht nur mich. Meine jüngste ist derzeit in einer dicken Fremdelphase, flirtet und lacht zwar mit jedem, aber anfassen dürfen nur Mama und Papa sie. Bei allen anderen, auch bekannten Personen, fängt sie sofort an zu schreien.

Daher erstaunte es mich, dass sie sich Sina von meinem Arm aus entgegenwarf, sich von ihr ohne Geschrei nehmen ließ und mit ihr schmuste. Damit aber nicht genug, nahm sie die Autorin bei den Händen und machte ihre Laufübungen über den Stand und drumherum, während ihre Eltern stauend und ungläubig dastanden. Meine Große erklärte derweil sehr fachmännisch der Begleitung von Sina Beerwald, wie unsere Spiegelreflexkamera funktioniert.

Irgendwann aber musste ich das harmonische Duo dann doch wieder trennen, natürlich nicht ohne Beschwerden meiner kleinen Tochter, um zu meinem letzten Termin an diesem Tag zu gelangen – einem Interview mit der Indianerspezialistin Kerstin Groeper, die demnächst ihren ersten Krimi veröffentlichen wird.

Kerstin Groeper („Im fahlen Licht des Mondes“) freute sich schon auf unser Interview für kriminetz.de und beantwortete sehr ausführlich meine vielen Fragen. Aber damit nicht genug, denn nach dem Interview konnten wir uns einfach nicht lösen, hatte ich doch noch viele Fragen zu ihren bisherigen Romanen, die ich zurzeit regelrecht verschlinge. Am TraumFänger Verlagsstand, wo wir auf Kerstin Groeper trafen, stießen wir auch wieder auf Detlef Kittelmann. Nun hatte ich ein wenig Zeit, mich auch mal mit ihm zu unterhalten und mir sein Buch („Knoblauchriesen aus dem Vogtland“) in Ruhe einmal anzusehen. Meine beiden Mäuse machten derweil den Stand unsicher und Kerstin Groeper zeigte ihnen mit Begeisterung indianisches Spielzeug.

Kurz bevor gehen wollten, traf ich noch auf Brita Rose-Billert („Die Farben der Sonne“). Auch sie schreibt indianische Romane, die beim TraumFänger Verlag veröffentlicht werden. Angefixt durch Kerstin Groeper, hatte sich mein Lesepensum um Indianerromane erweitert gehabt, so dass wir die Messe mit vielen neuen Bücher aus diesem Segment verlassen haben.

Das Verabschieden zögerte sich hinaus und so wurden wir schließlich mehr oder weniger durch die lautsprecherdurchsagen regelrecht „rausgeschmissen“. So spät hatten wir bislang noch keine Messe verlassen, aber schön war der Tag dennoch, wenn auch anstrengend, was ich an meiner Stimme merkte. Den restlichen Tag verständigte ich mich mehr mit Zeichensprache, wobei mir eine Unterrichtsstunde bei Kerstin Groeper in indianischer Zeichensprache sicherlich gut getan hätte.

Morgen wäre dann unser letzter Tag auf der Messe, ob meine Stimme bis dahin wieder zurück wäre? Immerhin standen auch am letzten Tag einige Interviews für kriminetz.de an.

Leipziger Buchmesse 2016 – Freitag, 18.03.2016 – Tag 2

Frisch ausgeruht nach der langen Anreise und dem ersten Messetag, ließen wir es am zweiten Tag auf der Leipziger Buchmesse langsam angehen. Vor meinem ersten Termin, führte mich mein Weg zum Stand von Randomhouse Verlag. Ich hoffte, Bernhard Hennen hier anzutreffen. Bisher hatte ich jedes Jahr das Glück, ihn direkt am Stand zu erwischen und einige Worte mit ihm wechseln zu können.

So war auch dieses Jahr das Glück mir hold. Bernhard Hennen war da und nahm sich auch kurz für uns Zeit. Neben einem kurzen Smaltalk durfte er auch wieder signieren. Bei der Auflösung der Bibliothek meines verstorbenen Vaters fanden wir einige ältere Werke von Bernhard Hennen. Diese nahmen wir natürlich, neben dem neusten Buch von ihm („Drachenelfen – Himmel in Flammen“), mit zur Buchmesse, wo er sie dann signierte.

Danach gingen wir weiter, um schließlich wieder mal bei der Rotunde vorbeizusehen. Dort trafen wir auf Iny und Elmar Lorentz (“Der rote Himmel”). Wir wechselten einige Worte, bei denen ich nicht versäumte, sie wegen eines Interviews für Kriminetz.de zu fragen. Wie es der Zufall wollte, hatten sie gerade Zeit und Muse. Also verschob ich schnell meinen anderen Termin und schon waren wir auf dem Weg zum Restaurant Handelshof, um dort in Ruhe, bei einem Mittagessen, das Interview machen zu können.

Direkt im Anschluss ging es dann zum eigentlichen Termin. Hier traf ich wieder auf Evelyn Barenbrügge (“Lobola – Preis der Liebe”), die mir ebenfalls ein wenig Zeit für ein Interview opferte. Das Interview war sehr angenehm, lustig und informativ.

Mein Mann stolperte derweil über Christoph Hardebusch, Markus Heitz und Don Winslow.

Da meine Kleine gerade schlief, konnte das Interview in ruhiger Atmosphäre stattfinden. Im Anschluss ging es dann zum Stand von Amazon Kindle Direct Publishing. Dort wollte ich einige Selfpublisher Autoren treffen. Allen voran Ellin Carsta, deren beiden Bücher („Die heimliche Heilerin“ und „Die unbeugsame Händlerstochter“) mir sehr gefallen haben und ich signiert haben wollte.

Wie sehr geriet ich ins Staunen, als ich Petra Mattfeldt auf der Bühne sitzen sah. Es zeigte mir, dass man sich vielleicht doch ab und zu mal ein Autorenbild ansehen sollte. Ich war so verblüfft, dass Petra Mattfeldt sich so darüber amüsierte, dass sie von der Bühne zu mir kam und mich begrüßte. Sie widmete sich dann ihrer Lesung und ich begrüßte kurz Elisabeth Büchle, die auch bei Amazon unter Noa C. Walker ein Buch („Du, ich und die Farben des Lebens“) veröffentlicht hatte, und Ursi Breidenbach (“Das Bildnis der Fortuna”).

Auch Emma Wagner (“Regie führt nur die Liebe”) lief mir über den Weg und noch viele andere Selfpublisher-Autoren, die sich am Amazonstand sammelten. Mit einigen konnte ich mich kurz unterhalten, bei anderen musste ich aus zeitlichen Gründen leider passen. Es war aber eine sehr schöne und lebendige Veranstaltung, die ich dann auf Grund der Uhrzeit frühzeitig verlassen musste. Die Kinder waren kaputt und hatten Hunger, das ging natürlich vor und so fuhren wir wieder ins Hotel, angefüllt von Erlebnissen, Eindrücken und jeder Menge Spaß.

Am nächsten Tag sollte es dann für die Kinder und meinen Mann in den Leipziger Zoo gehen, während ich mich alleine, bewaffnet mit meinem Trolley ins Getümmel stürzen wollte.

Leipziger Buchmesse 2016 – Donnerstag, 17.03.2016 – Tag 1

Seit mehreren Jahren bereits fahren wir zur Leipziger Buchmesse. Dieses Jahr jedoch sollte einiges anders sein. Nicht nur, dass wir mit mittlerweile zwei kleinen Mädchen unterwegs waren, auch wollten wir komplette vier Tage die Buchmesse besuchen – na gut, ich wollte das. Meine Lieben nahmen sich zumindest einen Tag Auszeit und machten am Messesamstag, wenn das Gedränge ohnehin am Größten ist, den Leipziger Zoo unsicher.

Und so ging es los. Schwer bewaffnet mit Trolley und Kinderwagen stürzten wir uns ins Vergnügen. Mein Ziel war es dieses Jahr, eine ganze Reihe von Autoren zu treffen und einigen von ihnen nicht nur eine Signatur ihres Buches, sondern noch ein kleines Interview für kriminetz.de abzuluchsen.

Schon beim Betreten der Messehallen, hatte ich ein deutliches Déjà-vu, wenngleich sich dieses Jahr einiges verändert hatte. Trotzdem fanden sich viele Stände an den altvertrauten Plätzen wieder, wenn auch etwas kleiner. Dafür waren die Gänge deutlich breiter geworden, was uns mit Kinderwagen und Trolley natürlich sehr entgegen kam.

Nach meinem ersten Termin hatten wir zunächst etwas Freizeit, die wir natürlich zum Entdecken der Messe genutzt haben. Unsere erste Anlaufstelle war die Rotunde beim Droemer Knaur Stand.
Hier waren wieder viele Bücher ausgestellt, die alle gesichtet werden wollten. Aber Droemer Knaur hatte dieses Jahr noch zwei weitere Highlights aufgebaut.

Zum 10 jährigen Jubiläum von Sebastian Fitzek wurde eine Box errichtet. Jeden Tag zu wechselnden Zeiten konnte man in diese Box gehen und sich gruseln. Leider passte es bei mir zeitlich nicht, diese Box von innen zu sehen, aber von außen, war sie schon mal ein Blickfang.

Damit nicht genug. Brach doch gegenüber der Rotunde glatt das Urlaubsfeeling aus. Der Verlag präsentierte hier das neuste Buch von Volker Klüpfel und Michael Kobr. In die Liegestühle durfte man sich leider erst einmal nicht setzen, dafür wurden kleine Leckmuscheln verteilt, was vor allem meine kleinen Leseratten erfreute.

Jedes Jahr auf der Buchmesse gibt es einen ganz besonderen Stand. Überschrieben ist der Stand mit „Lesestühle“ und diese gibt es auch. Zeitgleich aber auch so viel mehr. Alles ist irgendwie aus Holz gearbeitet, dabei oft filigran und einfallsreich.

Wenn ich an ihm vorbeikomme, bin ich immer mit zwei Dingen beschäftigt. Zum einen schaue ich mir alles ganz genau an, denn es viel zu entdecken. Viel Neues, Altbekanntes, aber auch viel zum Lachen und Schmunzeln. Zum anderen kreisen in meinem Kopf die Fragen, Was kostet das? und Wo würdest Du es hinstellen? Bisher haben mich diese beiden Fragen erfolgreich von einem Kauf abgehalten, aber ins Träumen .. ja, ins Träumen gerate ich jedes Mal aufs Neue.

Und dann war ich auch schon auf der Suche nach meinem nächsten Termin, bzw. dem Ort, an dem er stattfinden sollte. Doch so weit kam ich erst gar nicht. Beim Vorbeigehen fiel mit eine sehr dynamische Autorin auf, die zwar aus ihrem Buch vorlas, aber dann doch wieder nicht. So ganz konnte ich es nicht festmachen, was da geschah, aber schnell fesselte es mich. Was geschah hier?

Nach und nach kristallisierte sich heraus, dass die Autorin zwar las, aber auch frei redete und dabei allerlei schauspielerisches Talent zeigte. Ich weiß gar nicht, ob es dafür einen Begriff gibt, aber es war zum einen sehr unterhaltsam und täuschte über die Tatsache hinweg, dass man ohne Mikrofon arbeiten musste, da dieses nicht organisiert werden konnte. Zum anderen zeigte es mir eine ganz neue Form, wie man eine Lesung lebendig auf einer Messe gestalten kann, so dass man bemerkt wird.

Beim nächsten Blick sah ich dann auch die Autorin im Publikum sitzen, zu der ich eigentlich gehen wollte und so blieb ich in der Nähe, setzte mich dazu und lauschte weiterhin fasziniert Nina George, denn den Namen konnte ich endlich einem der Bücher auf dem Tisch hinter ihr entnehmen.

Mein Termin hieß übrigens Evelyn Barenbrügge und sollte nach Nina George das Feld stürmen. Sie vertraute mir schon bald an, dass sie nach der Vorlage es schwer haben würde, das Publikum auf ähnliche Weise zu fesseln. Aber jeder hat seinen eigenen Stil und so gelang es auch Evelyn ihr Publikum zu fesseln, in ihrer ganz eigenen Art.

Im Parallelgang zu dieser Leselounge traf ich dann auf weitere bekannte Gesichter, die es mir schwer machten, auch nur einen Millimeter voran zu kommen. Zunächst wollte ich Claudia Toman mit ihrem Gefährten Philipp Bobrowski an ihrem Stand „Traumstoff“ besuchen. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass ich dabei auch noch Nora Berger, Tereza Vanek und vielen anderen bekannten Gesichtern über den Weg laufen würde, so dass der kurze Abstecher deutlich länger als gedacht wurde. Gerade als ich mich verabschiedet hatte, um wieder zu meiner Familie zurückzukehren, lief ich auch noch dem Autorenehepaar Iny Lorentz über den Weg.

Dann wurde es aber Zeit für die nächste Lesung. Meine große Tochter war zwischenzeitlich im Kindergarten auf der Buchmesse untergekommen. Dies ist eine tolle Einrichtung. Sie ist kostenlos und die Kinder können dort bis zu drei Stunden am Messetag spielen, basteln und mit anderen Kindern toben. Das Betreuungspersonal ist sehr freundlich und meine Tochter war so begeistert, dass sie mich morgens gleich als erstes fragte, wann sie wieder in den Kindergarten dürfe. In diesem Kindergarten werden übrigens auch alle Kinder hingebracht, die auf der Messe ihre Eltern verloren haben.

Die nächste Lesung war von Kirsten Boie zu ihrem neusten Buch „Thabo“. Das Buch ist der erste Teil einer Reihe und handelt von einem kleinen Jungen. Thabo möchte eines Tages ein richtiger Gentleman werden oder ein Privatdetektiv. Da er sich aber noch nicht so ganz entscheiden kann und Privatdetektive eher seltener gebraucht werden, spezialisiert er sich vorsichtshalber auf beides. Doch dann erhält er seinen ersten Fall.

Die Lesung war gut besucht und das nicht nur von jungen Lesern. Auch ältere Leser konnten sich für das Buch begeistern.

Im Anschluss an diese Lesung schaute ich bei der Lesung von Tereza Vanek vorbei. Das Buch hatte ich zu Jahresbeginn schon gelesen gehabt, so dass die Geschichte an sich nicht mehr neu für mich war. Dennoch war ich fasziniert, wie Tereza Vanek beim Vorlesen wieder die exotische Kulisse Mexikos vor meinem geistigen Auge auferstehen lies. Auch hier war die Lesung wieder gut besucht, wenngleich die Schlange zum Signieren des Buches deutlich kürzer war.

Zum Tagesschluss folgte dann mein persönliches Highlight. Eine Lesung von Lucinda Riley, wobei der deutsche Text von einer anderen Dame vorgetragen wurde. Aber Lucinda Riley war da und beantwortete Fragen. Das anschließende Signieren fiel sehr umfangreich aus. Zunächst bekamen alle in der Schlage stehenden Besucher einen Zettel, auf dem sie ihren Namen vermerken sollten. Dies diente dazu, dass Lucinda Riley die ungewohnten Namen schneller in das Buch schreiben konnte. Auch waren längst nicht alle Anstehenden der englischen Sprache mächtig. Ich stand zum Glück recht weit vorne in der Schlange und konnte so schon bald meine Bücher von Lucinda Riley signieren lassen. Aber … dann entdeckte sie meinen Mann, der unsere jüngste Tochter auf dem Arm hatte.

Kaum hatte sie meine Kleine entdeckt, erhob sie ihre Stimme und meinte in die anstehende Menge: „One moment, please! There is a baby! A Baby!!!!!!“ und stürmte auf die Kleine zu, scherzte und neckte sie und hatte viel Spaß. Ihr Sohn saß ebenfalls am Stand dabei und zu ihm meinte sie nur: „Sorry, Guy, but … go ahead. Here is a baby! A baby!!!“

Bevor wir aber den Rückzug angetreten haben, trafen wir glücklicherweise noch Deana Zinßmeister am Goldmann Stand.

Damit endete unser erster Tag auf der Buchmesse. Erschöpft, aber glücklich, doch einiges geschafft und viel erlebt zu haben, fuhren wir in unser Hotel, um am nächsten Tag wieder frisch durchstarten zu können.

Fotos: Andreas Schörnig, Carmen Vicari