Blake, Kendare: Der schwarze Thron – Die Schwestern

Der schwarze Thron - Die Schwestern
Der schwarze Thron 1
Kendare Blake
Fantasy
Penhaligon Verlag
9. Mai 2017
Broschiert
448

 

Der Schwarze Thron – Die Schwestern von Kendare Blake

Dichte Nebelschwaden auf dem Meer. Kein Schiff würde diese kreuzen und doch gibt es den einen oder anderen vom Festland, der genau diese Nebelschwaden im Visier hat. Denn mitten im Nebel findet sich eine kleine Insel. Eine Insel der Geheimnisse, Gefahren und Sagen. Eine Insel, wie man sie nur selten findet. Eine Insel, auf der die Bewohner über Gaben verfügen, mal schwächer, mal stärker. Am stärksten jedoch sind diese Gaben bei ihren Königinnen.

Diese Insel wird von einer Königin regiert – eine Königin, die ihre beiden Schwestern ermorden muss, um selbst Herrscherin werden zu können. Nach ihrem 16. Geburtstag.

Diese Insel bietet der Königin den schwarzen Thron …

Fertig lesen: Blake, Kendare: Der schwarze Thron – Die Schwestern

Gläser, Mechthild: Emma, der Faun und das vergessene Buch

Emma, der Faun und das vergessene Buch
Mechthild Gläser
Jugendbuch, Fantasy
Loewe
13. Februar 2017
Hardcover
416

Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 15 Jahre

 

Um ihren Mitschülerinnen etwas zu entgehen, sucht Emma einen Raum in ihrem Internat, an dem sie zusammen mit ihren Freundinnen einen Ort zum Rückzug hat. Dabei stößt sie im verlassenen Trakt des Gebäudes auf eine alte Bibliothek.

Zusammen richten die Freundinnen den Raum wieder her. Dabei entdeckt Emma ein altes Buch. Zunächst hält sie das Buch für eine Art Chronik der Schule, bis sie schließlich feststellt, dass alles was man in das Buch hineinschreibt im wahren Leben auch geschehen wird. Fertig lesen: Gläser, Mechthild: Emma, der Faun und das vergessene Buch

Mattfeldt, Petra und Bierschenck, Burkhard P. (Hrsg.): Schattenfeuer

Schattenfeuer
Petra Mattfeldt und Burkhard P. Bierschenck
Fantasy
DrachenStern Verlag
13. Juni 2016
Taschenbuch
224

 

 

 

In dieser Anthologie finden sich alle Kurzgeschichten, die es im Bereich Fantasy auf die Shortliste 2015 des DrachenStern-Verlags geschafft haben. 18 verschiedene Autoren haben in dieser Anthologie einen Platz für ihre Geschichte bekommen.

 

 

 

 

Im Einzelnen enthalten sind folgende Geschichten:

Wenn der Mond im Blut erwacht – Wilfried Abels
Auf die Größe kommt es an – Ulrich Borchers
Die Auslöschung des Ghouls – Jens-Pilipp Gründler
Schwarzfeuer – Anke Höhl-Kayser
Die Geburt des neuen Zeitalters – Jasper John
Die Smooths – Simon Käßheimer
Hoppla, die Seele – Dana Lione
Ignis – Valerie Loe
Der Tempel auf der Teufelsley – Lyakon
Böser Zwilling – Dörte Müller
Nebelflammen – Patricia Rieger
Das ewige Bernsteinfeuer – Barbara A. Ropertz
Bauernopfer – Markus Sapel
Warum Magier keine Familie haben – Boris Schneider
Das Weibsstück – Angela Stoll
Magie der alten Zeit – Claudia Timpen
Merlin – Markus Veith
Planet der Schmetterlinge – Alexander Weiz

Die Geschichten sind sehr unterschiedlich lang, die kürzeste (Bauernopfer) geht gerade mal über zwei Seiten. Jede Geschichte verfügt über eine Art Deckblatt auf dem man auf der einen Seite Titel und Autor, sowie den Drachen findet, auf der Rückseite eine Kurzbiografie zum Autor. Erst dann beginnt die eigentliche Geschichte.

Wie das bei Anthologien so üblich ist, haben mir nicht alle Geschichten gleich gut gefallen. Die eine war besser, die andere schlechter. In Summe war es aber eine gute Durchmischung, die man sich als Fantasy-Leser einmal ansehen sollte. Am besten haben mir persönlich übrigens die Geschichten von Patricia Rieger und Barbara A. Ropertz gefallen.

Fazit:
Eine tolle Anthologie, gute Durchmischung, so dass ich genug Geschichten gefunden habe, die mir gut, wenn nicht sogar sehr gut gefallen haben.

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Gerdom, Susanne: Das Haus am Abgrund

Das Haus am Abgrund
Susanne Gerdom
Fantasy
bloomoon
5. Februar 2013
Taschenbuch
400

 

Adrian ist ein 17jähriger Junge, der statt einem gleich zwei Väter hat und er ist schwer krank. Um ihm seine letzten Tage so angenehm wie möglich zu machen, ziehen seine Väter daher mit ihm in ein altes Kutscherhaus nach St. Irias. Ein inoperabler Tumor in seinem Kopf lässt ihn halluzinieren. Für Adrian selbst ist diese kalte Stelle“, wie er sie nennt, Teil seines Lebens geworden. Auch seine ganzen halluzinierten Personen, mit denen er sich Wortgefechte liefert, Angst vor ihnen hat oder manchmal sogar Rat sucht.

Kurz nach seinem Umzug nach St. Irias begegnet Adrian im Garten des Hauses einem wunderschönen Mädchen – November Vandenbourgh. Scheinbar kommt sie direkt aus dem verlassenen und verfallenen Herrenhaus – hat Adrian eine neue Halluzination?
Doch kurz darauf trifft er genau das gleiche Mädchen im Ort wieder, aber sie war nicht im Herrenhaus. Wie alle Dorfbewohner meidet sie das Haus.

November wohnt bei einer Bekannten im Museum des Dorfes und ist dennoch irgendwie mit dem Haus verbunden.
Adrian wird von dem Haus, der Geschichte des Hauses und November magisch angezogen. Doch kann er das Geheimnis des Hauses lüften? Und was hat es mit November auf sich, die zwar ein ganz normales Mädchen zu sein scheint, jedoch eine schwere Last mit sich trägt? Adrian macht sich auf die Suche nach Antworten …

Die äußere Gestaltung, aber auch die Klappentexte (innen wie außen) machen dem Leser schnell klar, dass es sich hier um ein mystisch-düsteres Buch handelt.
Der Einstieg in die Geschichte fiel mir persönlich etwas schwer. Alles ist sehr verwirrend, da man zunächst die ganzen Personen und Halluzinationen sortieren muss. Adrian kategorisiert seine Halluzinationen in Laren (Gut) und Lemuren (Böse).

Den Prolog bildet der Monolog des Bräutigams. Was es damit auf sich hat, wird dann im Laufe der Geschichte deutlich. Danach geht es mit Adrian und seinem Versuch ein Tagebuch zu schreiben weiter. Man lernt Adrians Vergangenheit bzw. den Grund für den Umzug kennen und wird gleich mit den Laren und Lemuren konfrontiert. Mir gelang es erst nach und nach herauszufiltern, wer ein Lar, ein Lemur und ein lebender Mensch ist.
Die Geschichte wird aus der Sicht von Adrian, Novembers Tagebuch und November erzählt.

Neben seiner Krankheit hat Adrian, gerade in einem so beschaulichen Dörfchen, mit den Vorurteilen wegen seiner beiden Väter zu kämpfen. Ein moderner Männerhaushalt wird nicht gerne gesehen und so wird Adrian schnell zum Außenseiter. Lediglich November begegnet im freundlich und nett. Es ist daher nicht verwunderlich, dass zwischen Adrian und November eine kleine Romanze entsteht.
Letztlich muss Adrian aber kämpfen und sich entscheiden zwischen dem Haus, seiner Liebe zu November und dem Tod.

Ich habe mich sehr auf das neuste Buch von Susanne Gerdom gefreut und war erst mal von dem ganzen Durcheinander zu Beginn des Buches irritiert. Fast schon wollte ich aufgeben und das Buch zur Seite legen, aber der Schreibstil und die Tatsache, dass mir bisher immer alle Bücher von ihr gefallen haben, ließen mich dranbleiben.
Nach etwa 50 Seiten hatte ich dann alle Personen, Halluzinationen und Gegebenheit sortiert und konnte in die Geschichte eintauchen.

Susanne Gerdom versteht es, ihre Leser zu fesseln und mit in die Geschichte reinzunehmen. So habe ich nicht nur Adrian und November begleiten dürfen, sondern wurde Teil des Duos und habe bei der Aufklärung der Geheimnisse um das Haus mit gerätselt.
Die Geschichte beinhaltet viele Wendungen, Geheimnisse und Spannungspunkte. Auf den ersten Blick ist nie eindeutig klar, was passiert gerade in der Gegenwart und was liegt im Vergangenen. Als Leser wird man immer bei der Stange gehalten, mitzudenken. Im letzten Drittel zieht die Autorin die Spannung noch einmal an

Sprachlich ist das Buch in der heutigen Sprachgebung geschrieben und daher einfach und leicht lesbar.

Fazit:
Ein verwirrender Einstieg bildet das Tor zu einer Gänsehautgeschichte mit Suchtfaktor.
Hat man die Personen sortiert, kann man nicht mehr von dem Buch lassen. Daher von mir eine Empfehlung.

Mattfeldt, Petra: Multiversum: Die Rückkehr

Multiversum: Die Rückkehr
Multiversum 2
Petra Mattfeldt
All-Age-Roman
Bookspot Verlag
19. Dezember 2016
Broschiert
192

Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 15 Jahre

 

Fünf Jahre sind vergangen, seit Tom Stafford seine Eltern in einer geheimnisvollen Parallelwelt wiedergefunden und nach Hause gebracht hat. Seit dem Tag, da er die Schule abgeschlossen hat, trainiert er hart, um ein Agent des MI6 zu werden, das ihn damals aus der Parallelwelt gerettet hat.

Nun ist es endlich so weit, Tom wird aufgenommen und Teil des MI6. Aber damit nicht genug, denn Tom kann sich kaum über seine Aufnahme freuen, geschweige denn seinen Eltern davon berichten, denn schon muss er zu seinem ersten offiziellen Einsatz. Wieder geht es ins 13. Jahrhundert nach Old Sarum. Ihr Auftrag: Der Inhalt der berühmten Magna Carta soll ein wenig modifiziert werden. Während Tom und das Team noch überlegen, wie sie Tom zu den Verhandlungen einschleusen können, müssen sie feststellen, dass sie nicht alleine nach Old Sarum gekommen sind. Wer sind die Gegenspieler und was haben sie geplant? Schnell muss Tom erkennen, dass es dieses Mal noch gefährlicher ist als bei seinem letzten Besuch in Old Sarum, denn dieses Mal geht es um Leben und Tod…

Der Geschichte vorangestellt ist ein kurzer Prolog, der mehr eine Inhaltsangabe des ersten Bandes „Multiversum: Der Aufbruch“ darstellt. In diesem wird kurz und knackig die Geschichte aus dem ersten Buch zusammengefasst, was den Lesern, die diese Geschichte schon gelesen haben, eine gute Erinnerungshilfe ist, den anderen den Einstieg in das neue Abenteuer etwas erleichtern soll. Dennoch bin ich der Meinung, dass man den ersten Band gelesen haben sollte, um wirklich alle Zusammenhänge und zwischenmenschliche Beziehungen nachvollziehen und verstehen zu können.

Das Buch ist für Jugendliche ab 12 Jahren geschrieben, was man zwar ein wenig an der Sprache merkt, aber nicht unbedingt störend ist. So findet man schnell Zugang zum neuen Abenteuer von Tom Staffort. Petra Mattfeldts große Stärke ist eindeutig die Schaffung von plastischen Figuren. Durch die bildhafte Sprache wird man regelrecht Teil der Geschichte und begleitet Tom durch Old Sarum, reitet und kämpft an seiner Seite, leidet, liebt und wundert sich gemeinsam mit ihm.

Facettenreich, spannend und rasant wird der Leser in eine Parallelwelt zu der uns bekannten entführt und man stellt sich als Leser zwangsläufig immer wieder die Frage: Was wäre, wenn das alles wirklich wahr wäre? Gibt es eine Parallelwelt, von der wir „noch“ nichts wissen? Wie sähe es dort aus? Wäre ein Übergang möglich? Ratsam?

Fazit:
Auch wenn man auf all diese Fragen keine eindeutige Antwort findet in dem Buch, so zeigt Petra Mattfeldt den Lesern doch auf, wie es gehen und sein könnte, regt die eigene Fantasie an und gibt dem Leser die Möglichkeit, ihr eigenes, ganz persönliches Multiversum ein wenig näher kennenzulernen.

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