Michel, Katrin

 

Katrin Michel (*1983) lebt mit Mann und Söhnen in Hamburg. Sie studierte 6 Jahre Biologie an der Universität in Leipzig und arbeitet seit 2012 als Pädagogin in Hamburger Kindergärten. Seit 2016 hat sie die Weiterbildung als Yogalehrerin für Schwangere abgeschlossen und gibt seit dem Yogakurse.

 

 

 

Fertig lesen: Michel, Katrin

Ebert, Sabine

 

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Sabine Ebert (*1958, Aschersleben) ist in Berlin aufgewachsen und studierte in Rostock Lateinamerika- und Sprachwissenschaften. In ihrer Wahlheimat Freiberg arbeitete sie als Journalistin und verfasste mehrere Sachbücher.

2006 erschien der erste Band der fünfbändigen Hebammensaga. 2013 erschien zum 200. Jahrestags der Leipziger Völkerschlacht der Roman 1813 – Kriegsfeuer, die Fortsetzung (1815 – Blutfrieden) folgte 2015.

Mit Schwert und Krone -Meister der Täuschung  erschien 2017 der erste Band einer neuen Saga zu einem der bedeutendsten Herrscher des Mittelalters – Friedrich Barbarossa.

Fertig lesen: Ebert, Sabine

Barenbrügge, Evelyn

 

(c) Evelyn Barenbrügge

Evelyn Barenbrügge wurde 1958 in Münster geboren. Ihre Wurzeln reichen jedoch bis nach Fünfkirchen, dem heutigen Pecs, in Ungarn zurück. Nach der mittleren Reife absolvierte sie zunächst eine Ausbildung zur Bauzeichnerin und schloss das Studium zur Bautechnik an. Nach vielen Stationen in der Industrie, verbunden mit ebenso vielen Umzügen, ließ sie sich 1993 endgültig in der Domstadt Billerbeck nieder. Hier wechselte sie in den Journalismus und arbeitet als freie Journalistin und Fotografin in der Region. Sie studierte nebenbei das kreative Schreiben an der Fachakademie für Fernstudien in Hamburg. Zu ihren Veröffentlichungen zählen Reiseberichte und Kurzgeschichten in Online-Magazinen und Anthologien. Ihr Debütroman Leeres Versprechen erschien 2014. Ihr zweiter historischer Roman Tayfun wurde im Februar 2015 veröffentlicht und von der Histo-Couch im März mit dem Historikus als beste Neuerscheinung ausgezeichnet. Seit 2003 reist sie regelmäßig nach Südafrika. Auf ihren vielen Reisen entdeckte sie die Schönheit des Landes, knüpfte Kontakte zu den Menschen und erlebte, erfuhr und las viele Geschichten, die sie zu ihrem ersten Roman inspirierten, der im Oktober 2015 unter dem Titel Lobola – Preis der Liebe erschienen ist.

  Fertig lesen: Barenbrügge, Evelyn

Holbe, Daniel

Daniel Holbe
Carmen Vicari und Daniel Holbe

Daniel Holbe (*1976), lebt mit seiner Familie unweit von Frankfurt. Bereits in jungen Jahren versuchte sich Daniel Holbe im Schreiben, gab den Gedanken Journalist zu werden, jedoch auf.  Daniel Holbe versuchte sich in verschiedenen Berufen, ehe ihn sein Weg dann doch wieder zum Schreiben führte. Als der Krimiautor Andreas Franz im Jahr 2011 starb, trat Daniel Holbe seine Nachfolge an. Dank ihm lebt die Krimireihe von Andreas Franz um die Hauptkommissarin Julia Durant weiter.

 

Carmen Vicari:

Sieht man sich Deinen Lebenslauf an, stellt sich einem dann doch die Frage, ob Dich die Stationen am Puls der Menschen zum Schreiben von Krimis inspiriert haben?

 

Daniel Holbe:

Doch, ganz klar, das ist so. Selbst einige Kontakte, die ich in meinem ersten Beruf als Monteur im Kundendienst erlebte, gehören dazu. Alles, was später in meiner sozialen Laufbahn dazu gekommen ist, prägte mich natürlich umso mehr. Da gab es einige haarsträubende, aber auch immer wieder glückliche Ereignisse. Letzten Endes sind es immer die Beobachtungen von Menschen und deren Verstrickungen, die uns SchreiberInnen inspirieren.


Carmen Vicari:

Inwieweit fließen diese oder andere Erfahrungen in Deine Romane mit ein?

 

Daniel Holbe:

Siehe die erste Frage. Wenn man mit offenen Augen durch die Welt geht, kommt man an grundlegenden Ideen ja praktisch gar nicht vorbei. Und dann kommt eben die gezielte Recherche dazu. Bei Krimis muss man sich in Themengebiete einarbeiten oder eben beraten lassen, die man im Normalfall nicht kennenlernt. Hinter die Schlagzeile schauen. In die Köpfe von Tätern und auch Opfern schauen (klingt komisch – aber neben Mord geschehen ja auch noch andere Dinge. Deshalb nicht nur die Täterperspektive). Also baue ich dort in Prinzip auf Fachwissen und fremde Erfahrungen, die ich mir zugänglich machen muss. Meine eigenen Erfahrungen in der Sozialen Arbeit bildeten da wenigstens schon mal eine ganz gute Basis.

 

Carmen Vicari:

War es schwierig, sich in eine Person einzufühlen, die bereits existierte (z.B. Julia Durant) und ihre Geschichte weiter zu erzählen?

 

Daniel Holbe:

Es war, bezogen auf die Charaktere, weniger schwierig als befürchtet. Klar, das war eine meiner größten Sorgen, bevor ich da mit dem Schreiben einstieg. Aber letzten Endes sind die Charaktere in 11 bestehenden Bänden nun wirklich sorgfältig und vielschichtig entwickelt und dargestellt. Da konnte ich anknüpfen. Und uns begegnet in egal welchem Band immer dieselbe Julia Durant, die sich allerdings weiterentwickelt und immer wieder mit individuellen Problemen konfrontiert wird.

Die weitaus größere Schwierigkeit bestand bei TODESMELODIE, dem unvollendeten Werk, darin, die Handlung exakt nach den bestehenden Vorgaben umzusetzen. Denn im Gegensatz zu einem eigenen Krimikonzept weiß man nicht, welche Faktoren dem anderen Autoren besonders wichtig und welche vielleicht nebensächlich waren. Fragen konnte ich ja leider nicht mehr. Und es hat mich einige sehr lange Abende gekostet, das alles zusammenzupuzzlen…

 

Carmen Vicari:

Du schreibst auch Kurzgeschichten, die in Anthologien (z.B. in „Törtchen-Mördchen“) veröffentlicht werden. Was gefällt Dir besser, ein ganzes Buch zu schreiben oder lieber eine Kurzgeschichte?

 

Daniel Holbe:

Tja! Einer Figur ist es erstmal egal, ob sie für 10 oder für 450 Seiten entwickelt wird. Und auch der Geschichte, würde ich mal behaupten. Denn all das, was man in einem dicken Buch durchlebt, soll man beim Lesen einer Kurzgeschichte ja auch spüren. Inklusive einer Pointe. Das spürte ich dann auch gleich beim allerersten Mal so richtig. Doch letzten Endes ist ja genau das an meiner Arbeit das Schöne. Ich darf frei nach Schnauze (okay: und nach gewissen Spielregeln) Personen, Verstrickungen und Handlungen entwickeln. Nur dass bei einer Kurzgeschichte, wenn es flutscht, die erste Fassung komplett in einem Rutsch entstehen kann. Morgens nichts, abends fertig. Ein klarer Punktesieg für die Kurzgeschichte. Wenn man aber, nach einem ganzen Jahr Arbeit, ein echtes, dickes Buchbaby in den Händen hält, dann ist das absolut unbeschreiblich. Also gewinnt unterm Strich das ganze Buch.

 

Carmen Vicari:

Was sind Deine nächsten Projekte? Geht es mit Julia Durant und Sabine Kaufmann weiter? Darfst Du überhaupt schon etwas darüber verraten?

 

Daniel Holbe:

Aktuell stecke ich mitten in der Arbeit an einem neuen Fall mit Julia Durant, der im Sommer 2017 erscheint. Den Titel darf ich noch nicht verraten, aber es ist nur noch eine Frage von Tagen, bis er bekanntgegeben wird. Ein Titel, der mich sehr glücklich macht, das mal so am Rande. Und auch für Sabine Kaufmann habe ich einen Fall, der schon ewig darauf wartet, geschrieben zu werden. Außerdem zwei Kurzgeschichten, einmal etwas Weihnachtliches und einmal etwas für einen Sammelband über meine Heimatregion. Dazu gibt es eine Menge Flausen im Kopf, über die ich teils noch nicht reden will und teils noch nicht reden darf. Doch da auch mein Tag nur 24 Stunden hat, werde ich, nach fünf sehr arbeits- und auch erscheinungsreichen Jahren, das alles erstmal mit deutlich langsameren Tempo angehen. Auch so ein Punkt, der für uns Schreibende wohl ein Segen ist: mehr Ideen als Zeit. Andersherum wäre es deutlich schlechter!

 

Vielen Dank, Daniel Holbe, für die Beantwortung der fünf Fragen.

 

Website von Daniel Holbe

 

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Linger, Ina

(c) Ina Linger
(c) Ina Linger

 

Ina Linger (*1975, Berlin) fing schon früh als Kind mit dem Schreiben an. Nach ihrem Germanistik- und Grundschulpädagogik-Studium arbeitet sie als Sozialpädagogin mit Gruppen von verhaltensauffälligen Kindern. Das Schreiben bietet ihr hierzu den perfekten Ausgleich.

 

 

 

 

Carmen Vicari: Du hast bisher zum einen Fantasy-Romane, zum anderen aber auch Liebesromane veröffentlicht. Welches Genre magst Du lieber? 

Ina Linger: Ich mag beide Genres sehr gerne, deswegen beinhalten meine Fantasy-Romane auch immer Liebesgeschichten, die nicht nur nebenher laufen, sondern die Handlung beeinflussen. Aber wenn ich mich entscheiden müsste, würde meine Wahl eher auf Fantasy fallen …. Die Romanze muss aber dennoch Bestandteil sein.

 

Carmen Vicari: Woher nimmst Du Deine Idee für Deine Romane, was inspiriert Dich bzw. fließen auch persönliche Ereignisse/Erlebnisse mit in die Geschichten ein?

Ina Linger: Mich inspirieren andere Medien. Filme, Serien, Bücher, Musik und, ja, auch zu kleinen Teilen persönliche Erlebnisse – also eigentlich alles, was mich umgibt. Die besten Ideen kommen mir beim Musikhören, meistens im Auto. Musik ist ungeheuer inspirierend. Dabei entstehen manchmal sogar bereits längere Szenen, die ich zuhause dann rasch aufschreiben muss.

 

Carmen Vicari: Erstellst Du von Deinen Figuren bereits im Vorfeld eine Art Biografie oder lässt Du sie sich erst im Laufe der Geschichte entwickeln?

Ina Linger: Ich habe im Vorfeld zwar eine ungefähre Vorstellung von den einzelnen Charakteren, aber da diese beim Schreiben ein Eigenleben entwickeln, verändern sie sich oft im Schreibprozess – nicht vollkommen, aber schon ein bisschen – manchmal auch ein bisschen mehr. Ich halte mit Absicht nicht starr an meiner Anfangsplanung fest, weil ich die Erfahrung gemacht habe, dass die Geschichte und die Charaktere besser werden, wenn man ihnen Raum gibt, sich während des Schreibens zu entfalten.

 

Carmen Vicari: Kann es passieren, dass sich eine Figur, die Du vorher gar nicht im Blick hattest, plötzlich regelrecht in die Geschichte drängt und mitspielen will?

Ina Linger: Es kann passieren, dass eine Figur für die Geschichte wichtiger wird, als ich das geplant hatte, aber nur wenn sie eine Rolle ausfüllt, die für den Fortgang der Handlung enorm wichtig ist. Wenn die Geschichte zum Beispiel in eine bestimmt Richtung verlaufen soll und ich merke, oh, diese Figur könnte sie dahin bringen, dann ist es durchaus möglich, dass der Nebencharakter X plötzlich mehr in den Vordergrund tritt als gedacht. Er sollte aber nie von der Haupthandlung ablenken und ich glaube, das ist mir auch noch nicht passiert.

 

Carmen Vicari: Arbeitest Du eher strukturiert oder lässt Du Dich beim Schreiben treiben?

Ina Linger: Das klingt vielleicht komisch, aber ich mache beides. Wenn die Idee zu einer Geschichte steht, schreibe ich sie auf und feile ein bisschen daran herum, bis alles stimmig ist. Dann teile ich die Handlung in Kapitel auf und mache mir Stichpunkte zu jedem einzelnen Kapitel und danach lasse ich mich meist erst einmal treiben. Ich fange beim Schreiben oft zwar mit Kapitel eins an, mache dann aber dort weiter, wo ich die meiste Lust zum Schreiben verspüre, die besten Einfälle habe. Das ist auch teilweise von meiner Tagesform abhängig. Manchmal möchte ich strukturiert vorgehen und manchmal eben nicht.

 

Vielen Dank, Ina Linger, für die Beantwortung der fünf Fragen.

Website von Ina Linger