Meder, Milan Johannes: Der farblose Mann

Der farblose Mann
Milan Johannes Meder
Kurzroman
Book on Demand
12. April 2016
Taschenbuch
28

Betrachtet man die Dicke – sofern man dies so nennen mag – des Buches, ist man doch eher überrascht und verwundert. Gerade mal 28 Seiten dick ist das Büchlein, welches der Autor Milan Johannes Meder veröffentlicht hat.

Das mag machen irritieren, denn was sind schon 28 Seiten? Schnell gelesen, denkt man da sicherlich. Bis, ja, bis man sich auf das Abenteuer einlässt und die erste Seite anfängt zu lesen.

Schon bald wird einem klar, ganz so leicht und einfach, wie man es sich zunächst vorgestellt hat, ist es dann vielleicht doch nicht.

Im Fokus steht Christoph Schneider, ein 64 jähriger Mann, der über sein Leben, die Beziehungen – nicht zuletzt zu seinem Vater und seine Entscheidungen nachdenkt. Die Überlegungen erfolgen dabei nicht etwa linear und unterhaltsam, sondern eher verworren, sprunghaft, dafür mit viel Tiefgang und Komplexität, so dass man als Leser schon an wenigen gelesenen Zeilen zu knabbern hat.

Das Buch ist definitiv kein Unterhaltungsroman, sondern eine Geschichte, die zum Nachdenken, Mitdenken und Überlegen anregt und den Leser bereits von der ersten Zeile an fordert.

Fazit:
Ich lese selten diese Art von Büchern, aber wenn, dann freue ich mich immer, wenn ich kleine Schätze wie diese hier entdecke. Klein, fein, aber man hat eine Menge davon – während, aber auch nach Beendigung der Lektüre.

 

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