Janson, Brigitte: Holunderherzen

Holunderherzen
Brigitte Janson
Liebesroman
List
07.07.2015
Taschenbuch
336

Anne ist am Boden zerstört. Wieder ging eine ihrer Beziehungen in die Brüche. Scheinbar gerät sie nur an schwache Männer, die mit einer starken Frau wie Anne nichts anfangen können. Dabei ist Anne doch nur selbstständig, hat sich ihren eigenen kleinen Laden aufgebaut und überstützt sogar ihre Eltern damit.

Als dann aber ihre Tante Tilly mit dem verrückten Mops nach Hamburg kommt, sieht Anne ihre Chance auf eine Veränderung gekommen. Kurz entschlossen, reist sie ihrer Tante, die als das schwarze Schaf in der Familie verschrien ist, hinterher. An einer Steilküste an der Ostsee hat ihre Tante ein kleines Ökodorf gegründet, welches mittlerweile verlassen ist, da es niemand sehr lange mit ihrer Tante aushält.

Aber genau das braucht Anne jetzt, ein wenig Veränderung in ihrem Leben und bald schon überschlagen sich die Ereignisse…

Wie auch schon bei Winterapfelgarten hat mich Brigitte Janson verzaubert. Dieses Mal nicht mit Winteräpfel, sondern mit Holunder. Anne entdeckt bald, was man aus den Früchten dieser Pflanze alles zaubern kann und so gerät nicht nur Anne ins Schwärmen und Träumen, sondern dem Leser läuft zusätzlich noch das Wasser im Mund zusammen.

Aber die Geschichte beschränkt sich nicht nur auf Anne, den Holunder und das Holunderdorf. Auch Tilly und ihre Sorgen stehen im Vordergrund, wobei sich der Gesundheitszustand von Tilly bald schon verschlechtert und man selbst als Leser sich Sorgen um Tilly macht.

Ihren Mops dagegen schließt man auf der einen Seite ins Herz, auf der anderen ist man froh, dass er zwischen den Buchdeckeln bleiben muss. Ich bin sicher, mir würde er auch schnell an der Wade hängen und darauf kann ich getrost verzichten.

Der leichte, aber zeitgleich witzige Schreibstil der Autorin treibt die Geschichte noch zusätzlich voran. Mit viel Wortwitz fängt Anne wieder an zu leben und zu lieben, aber auch gerade bei der Liebe musste ich nicht selten grinsend den Kopf schütteln.

Brigitte Janson zeigt in diesem Buch auch, dass man die Hoffnung nicht aufgeben soll und man auch Verständnis mitbringen muss für Menschen in einer speziellen Situation. Das ist dann der eher traurige Anteil an diesem Buch, der mich doch sehr berührte.

Fazit:
Ein wunderbares Buch, das die vielen Facetten, die das Leben tagtäglich bietet, dem Leser zwischen zwei Buchdeckeln näher bringt und ihm zeigt, dass immer noch ein Fünkchen Hoffnung in allem steckt.

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