Manstein, Bodo

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(c) Bodo Manstein

Bodo Manstein (*1962, Mühlheim an der Ruhr) wuchs im Bergischen Land auf und verbrachte viel Zeit auf Baltrum. Hier entdeckte er seine Liebe zur See, die seine Berufswahl nachhaltig so beeinflusste, dass er 1982 in die Marine eintrat.

Seine Wege führen ihn immer wieder nach Sylt, wo er von 1994 bis 2002 auch lebte. Mit  Juli.Mord. startet er eine neue Sylt-Krimireihe rund um den Inselmaler Robert Benning und dessen Freund Hauptkommissar Hinrichs.

Bodo Manstein lebt heute mit seiner Familie in der Nähe von Kiel.

 

 

 

Carmen Vicari: Wieso hast Du Dich beim Schreiben für das Genre Krimi entschieden?

Bodo Manstein: Die Idee, Krimis zu schreiben, kam ganz spontan, nachdem ich mit der Fortsetzung meines autobiografischen Romans nicht so richtig warm wurde. Grundsätzlich liegt mir aber das Genre auch als Leser sehr.

 

Carmen Vicari: Woher nimmst Du Deine Idee für Deine Romane, was inspiriert Dich bzw. fließen auch persönliche Ereignisse/Erlebnisse mit in die Geschichten ein?

Bodo Manstein: Meine Krimis haben meistens reale Hintergründe, wie z.B. bei Strand.Blut., in dem die Wohnungssituation auf Sylt eine tragende Rolle spielt. Da ich lange Zeit auf Sylt gelebt habe, fließen auch viele persönliche Erlebnisse in die Geschichten mit ein. Mein Hauptprotagonist hat einige autobiografische Züge. Wenn er z.B. seine Laufrunden über die Insel dreht, macht er dies auf meinen ehemaligen Laufstrecken. Mir ist es wichtig, dass man mit meinen Büchern auch die Schauplätze der Handlungen aufsuchen kann oder sie wiedererkennt.

 

Carmen Vicari: Erstellst Du von Deinen Figuren bereits im Vorfeld eine Art Biografie oder lässt Du sie sich erst im Laufe der Geschichte entwickeln?

Bodo Manstein: Natürlich haben meine Figuren eine eigene Biografie, die ich im Vorfeld festlege. Bei den Hauptprotagonisten werden diese von Roman zu Roman weiterentwickelt, da sich ja auch lebende Personen über Jahre verändern.

 

Carmen Vicari: Kann es passieren, dass sich eine Figur, die Du vorher gar nicht im Blick hattest, plötzlich regelrecht in die Geschichte drängt und mitspielen will?

Bodo Manstein: Ja, das ist tatsächlich schon vorgekommen. Und wenn so etwas passiert, lasse ich sie natürlich auch mitspielen.

 

Carmen Vicari: Arbeitest Du eher strukturiert oder lässt Du Dich beim Schreiben treiben?

Bodo Manstein: Am Anfang steht immer die Idee zu einer neuen Geschichte, für die ich anschließend einen Anfangspunkt und ein Ende festlege. Dann schreibe ich einfach los. Bei der ersten Überarbeitung gehe ich dann in die Verästelungen, in denen ich Personen, Orte, Dinge sowie Stimmungen und Konflikte weiter ausführe. Ich vergleiche meinen Schreibstil gerne mit dem Malen. Zuerst überlegt man, was man malen möchte und geht danach vom Großen zum Kleinen.

 

Vielen Dank, Bodo Manstein, für die Beantwortung der fünf Fragen.

 

Website von Bodo Manstein

 

 

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