Kelly, Michelle: Mord im stillen Belfrey

Mord im stillen Belfrey
Keely Carpenter 1
Michelle Kelly
Cosy Crime
Aufbau Verlag
05. Dezember 2016
Ebook / Taschenbuch
336

Keeley kehrt nach 10 Jahren zurück in die kleine englische Stadt zurück, in der sie mit ihren Eltern aufgewachsen ist und wo immer noch der Fleischerladen von ihrem Vater existiert. Nach ihrem unruhigen Leben in Indien und New York, möchte sie etwas Ruhe haben und plant daher, den ehemaligen Fleischerladen in ein Yoga-Café umzubauen und nebst Yoga-Kurse auch vegetarische Speisen anzubieten.

Die Ankunft in Belfrey ist eher zurückhaltend – kühl, was Keeley doch etwas verwundert. Doch dann erfährt sie, dass jemand versucht hat, den Laden anzuzünden und dass im Laden eine Leiche gefunden wurde.

Ihr alter Schulfreund Ben Taylor übernimmt die Ermittlungen und bald erkennt Keely, dass sich Menschen im Laufe ihres Lebens ändern können und dass sie selbst in Gefahr schwebt…

Die Handlung beginnt sehr ruhig, so dass man selbst erst einmal in der kleinen Stadt ankommen kann. Keeley erinnert sich noch an manchen Einwohner und lässt den Leser an diesen Erinnerungen daran teilhaben. Aber es gibt auch viele neue Einwohner und die gilt es zu entdecken. Daher stehen die Ermittlungen im Mordfall zunächst weniger im Fokus der Geschichte und man macht sich zuerst auf eine Entdeckungsreise durch die Kleinstadt, lernt alte wie neue Bewohner kennen.

Diese ruhige Art liebe ich an Cosy-Crimes oder wie man sie auch bei uns bezeichnet „Kuschelkrimis“. Cosy-Crimes zeichnen sich durch ein gemächlicheres, ruhigeres Erzähltempo aus und bestechen durch ihre dichte Atmosphäre, den Lokalkolorit und weniger durch Action, Mord und Totschlag. All diese Punkte konnte ich in diesem Roman wiederfinden.

Vielleicht ist das Buch ein wenig zu emotional, gerade im Hinblick auf Keeleys Beziehung zu Ben Taylor, dennoch passte diese Stimmung für mich zu dem Cosy-Crime, der weiterhin parallel mitlief. Nach 2/3 des Buches stieg dann die Spannung plötzlich an. Die Ereignisse überschlugen sich und so endete das Buch mit einem Knall, der in sich jedoch schlüssig und rund.

Das Buch ist durch Keeley sehr yogalastig, was man auch durch einige Sonderkapitel bemerkt. Hier beschreibt die Autorin einige Yogaübungen bzw. –atmungen, die im Text vorkamen bzw. genannt wurden. Eine nette Idee, denn durch die Erwähnung von Keeley war – zumindest ich – neugierig, wie diese Übung wohl geht.

Fazit:
Ein Cosy-Crime in einem stillen Winkel von England, der zum Entspannen, Träumen und Mitraten einlädt, von dem ich doch sehr auf ein baldiges Wiedersehen mit Keeley Carpenter hoffe.

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