Zett. Sabine: Tausche Schwiegermutter gegen Goldfisch

Tausche Schwiegermutter gegen Goldfisch
Sabine Zett
Liebesroman
Blanvalet Verlag
18. November 2013
Taschenbuch
320

Elisa ist Lehrerin und hat eine glückliche kleine Familie. Zumindest meint man dies, denn sie hat einen liebevollen Ehemann und einen Sohn. Blickt man aber genauer hin, entdeckt man, dass der Mann sich seit einiger Zeit seltsam verhält und der Sohn mitten in der Pubertät steckt und mutiert. Das alles wäre vielleicht noch ertragbar, wäre da nicht die Schwiegermutter, die sich selbst als Patriarchen der Familie bezeichnet, und die restliche Familie.

Aber so leicht lässt sich Elisa nicht unterkriegen, auch nicht, als ihre Freundin Karina ihr erzählt, dass ihr Ex-Mann eine neue Liebe gefunden hat und einen Feldzug gegen die vermeintliche Nebenbuhlerin plant. Elisa versucht verzweifelt, ihre Freundin von deren Pläne abzubringen und stellt dabei fest, dass auch ihr Mann sich immer merkwürdiger verhält, seit die neue junge Kollegin in der Firma angefangen hat.

Mitten im Kampf zwischen Alien-Teenager, Patriarchen und Wiedereinstieg ins Berufsleben, setzt Elisa alles dran, ihre Ehe zu retten.

Die Geschichte wird aus der Sicht von Elisa in der Ich-Form erzählt. Selbstironisch und mit einem sehr bissigen Humor erhält der Leser einen kleinen Einblick in das Chaos, das Elisa in diesem Moment durchlebt. Elisas Gedankengänge sind dabei nicht nur witzig, sondern zeigen auch schier pure Verzweiflung, vor allem, wenn sie mit der Patriarchen konfrontiert wird.

Zwar konnte ich Elisa oft gut verstehen, doch in manchen Situationen wäre ich nicht so gelassen und ruhig geblieben. Die Szenen wirken teilweise überzogen, teilweise aber auch wie aus dem wahren Leben gegriffen.

Nicht selten hatte ich bei dem Buch ein Grinsen im Gesicht und mußte auch so manches Mal laut lachen. Die Autorin versteht es den Leser durch die selbstironische Art von Elisa mitzureißen.

Leider flacht das Buch im letzten Drittel ein wenig ab und der Schluß kommt viel zu schnell. So wirkte das Buch auf mich ein wenig unrund. Zwar wurde alles geklärt, aber im Vergleich zur restlichen Geschichte etwas arg kurz und knapp.

Fazit:
Trotzdem habe ich mich blendend amüsiert und einige schöne Lesestunden mit dem Buch verbracht. Ich hoffe auf ein weiteres Buch der Autorin, vielleicht sogar auf ein Wiedersehen mit der Patriarchen und Elisa, denn immerhin waren die beiden in diesem Buch ein unschlagbares Duo.

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