Landgraf, Michael: Felix zieht in den Krieg

Felix zieht in den Krieg
Michael Landgraf
Jugendbuch
Agiro
20. Dezember 2013
Gebundene Ausgabe
80

Neustadt 1925, Felix steht nach 1568 Kriegstagen vor einem Denkmal in seiner Heimatstadt und denkt darüber nach, wie ihn der Krieg verändert hat, so dass er sich mit nur 27 Jahren bereits wie ein alter Mann vorkommt. Was hat der Krieg mit ihm angestellt? Wie konnte es überhaupt dazu kommen? Und welche Auswirkungen hatte der Krieg?

 

Gemeinsam mit dem Leser, den Felix bewusst auf seine Gedankenreise einlädt und mitnimmt, kehrt er zurück zu den Anfängen, wie er bereits als kleiner Junge zum Krieg erzogen und geprägt wurde.

Der Autor geht in seinem Buch sehr geschickt vor. Es gibt zwar schon einige Bücher zu den beiden Weltkriegen, auch für Jugendliche, jedoch ist dieses Buch in meinen Augen etwas Besonderes, eher ein Entdeckerbuch. Michael Landgraf hat keine Mühen gescheut, jede Menge historischer Artefakte in das Buch einzubauen und es so lebhaft und ansprechend zu gestalten. Dabei sparte er bewusst an Bildunterschriften, um so den Leser zum Lesen des Textes anzuregen.

Zwar werden viele Fakten und Informationen in den Text gepackt, doch fallen diese nicht auf, ermüden nicht, denn man verfolgt die Erinnerungen von Felix, begleitet, erlebt und leidet mit ihm. Der Autor hat sich hier einer fiktiven durchschnittlichen Familie bedient, um seine Geschichte um Felix gestalten zu können.

Eine Gliederung lässt zum einen eine gedankliche Einordnung zu, zum anderen kann man aber auch etwas nachschlagen, sollte man nach einer bestimmten Phase des Krieges suchen.

Fazit:
Der Druck der Bilder hätte etwas besser sein können, aber in Summe finde ich das Buch sehr gelungen. Die Idee, wie die Umsetzung. Zwar richtet sich das Buch vordergründig an Jugendliche, aber auch Erwachsene können sich für das Buch begeistern und es stellt auf jeden Fall eine Bereicherung der hauseigenen Bibliothek dar, in dem man immer wieder mal schmökern kann.

 

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