Berg, Ellen: Ich koch dich tot (k)ein Liebes-Roman

Ich koch dich tot (k)ein Liebes-Roman
Ellen Berg
Belletristik
Aufbau Verlag
20. Mai 2013
Taschenbuch
315

 

Die 35jährige Vivi hängt seit 15 Jahren in einer immer unglücklicher werdenden Ehe mit Werner (Mitte 50) fest. Ihr größtes Hobby ist das Kochen. Dabei besteht drauf, dass bei Tisch nicht mehr nachgewürzt wird. Doch eines Tages liegt Werner mit dem Kopf in der Bratensauce und Vivi versteht zunächst nicht, warum. Was ist passiert? Wieso ist Werner plötzlich tot?
Auf dem Tisch findet sie den Pfefferstreuer und ihr wird klar, Werner hat ein Sakrileg begangen und nachgewürzt. Mit dem Pfefferstreuer, in den sie am Morgen starkes Rattengift gegen die Mäuseplage im Haus gefüllt hat.

Doch was macht Vivi jetzt mit der Leiche? Und was mit den geldgierigen Kinder, die ihr das Haus unterm Hintern wegreißen wollen?

Schnell wird Vivi klar, sie muss sich zum ersten Mal seit langem wehren. Als dann noch ein Heiratsschwindler an ihr Geld will, wird Vivi klar, sie muss wieder anfangen zu kochen.

Die Geschichte beginnt gleich mit Werners Tod am heimischen Eßtisch. Nach einer kurzen Aufklärung, wie es dazu kam, geht es Schlag auf Schlag weiter. Vivi wird dabei im Laufe des Buches dabei immer farblicher, sympathischer und … gefährlicher.
Durch den auktorialen Erzählstil begleitet der Leser Vivi und möchte manchmal Vivi wegen ihrer Naivität warnen und gleichzeitg in den Hintern treten. Doch man darf nur zusehen und hoffen, dass alles gut gehen wird. Zwar bekommt man Hunger, wenn man liest, was Vivi in der Küche alles zaubern kann, doch möchte man wirklich probieren? Das Rattengift steht zumindest in der Nähe.

Flüssig, witzig und fesselnd geschrieben, sind die rund 300 Seiten viel zu schnell gelesen und man muss wieder auf Nachschub warten.

Der Spannungsbogen steigt gleich mit dem Tod von Werner an und bleibt bis zum Ende stabil.
Auch wenn man manche Entwicklungen vorhersehen konnte, so war doch die Lösung des selbigen eine Überraschung und der Unterhaltungswert für eine entspannende Lektüre gewährleistet.

Die Geschichte ist in sich abgeschossen und auch das Happy-End fehlt nicht.
Am Ende des Buches stellt Vivi noch ihre vier besten und im Buch mehrfach erwähnten Rezepte – garantiert ungiftig – vor. Diese sind sehr übersichtlich aufgebaut. Zunächst bekommt man eine Einkaufsliste mit Tipps, danach die Anleitung für die Zubereitung. Sehr übersichtlich, verständlich und einfach nachzukochen.

Fazit:
Eine empfehlenswerte Sommerlektüre, in die man eintauchen kann und die man garantiert überleben wird.

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