Maurer, Jörg: Felsenfest

Felsenfest
Hubertus Jennerwein 6
Jörg Maurer
Krimi
FISCHER Scherz
6. März 2014
Hardcover
432

 

Hubertus Jennerwein ist Kriminalhauptkommissar in dem kleinen idyllischen Alpenvorort. Das alljährliche Klassentreffen steht bevor und auch dieses Jahr will Hubertus Jennerwein nicht mit dabei sein. Doch da hat er sich geirrt. Denn ein Geiselnehmer hat die Teilnehmer des Klassentreffens in seiner Hand und scheut auch nicht vor Mord zurück. Hubertus Jennerwein muss sich beeilen, will er seine ehemaligen Mitschüler noch rechtzeitig finden.

Obwohl das Buch bereits der sechste Alpenkrimi von Jörg Maurer mit Hubertus Jennerwein ist, war es doch mein erster. Angelockt von dem Cover und dem Klappentext war ich neugierig geworden, wie die Geschichte weitergehen und vor allem enden würde. Das Vorwort oder auch Vorwurf, wie es der Autor selbst betitelte, stellte eine witzige und unterhaltsame Einleitung dar, die mich auch gleich weiter lesen lies. Es folgte eine schattenhafte Übersicht über die Abiturklasse 1982/1983, bei dem alle Mitwirkende am Klassentreffen benamt werden. Der erste Beitrag eines ehemaligen Abiturienten für die alljährliche Zeitung läutet dann die Geschichte ein. Die Beträge ziehen sich durch das ganze Buch, so dass man immer wieder eine kurze Pause hat, in der man selbst überlegen kann, wer denn nun der Geiselnehmer sein kann und was sein Ziel ist.

Der Autor baut fünf Handlungsstränge auf. Neben der Geschichte aus der Sicht von Jennerwein, erlebt der Leser auch die Handlungen bei den Geiseln und deren Nachwuchs. Aber auch das Bestatterehepaar aus dem fünften Band findet der Leser hier wieder. Der letzte Strang entführt den Leser ins Jahr 1294 und gibt dem Leser Hintergrundwissen an die Hand, das er nach und nach brauchen kann.

Zwar sind die verschiedenen Handlungsstränge zunächst verwirrend, doch erkennt man immer deutlicher den Zusammenhang zwischen den Strängen und gegen Ende lässt der Autor diese zusammenlaufen.

Was zunächst wie eine chaotische Erzählweise wirkt, klärt sich schließlich auf und behält dabei aber nicht nur ihren Witz, sondern auch die Spannung konstant bei. Viel zu schnell ist das Buch gelesen und man möchte die Alpen gar nicht wieder verlassen. Insofern habe ich es gut, da ich mir jetzt noch die vorangegangenen fünf Bücher von Jörg Maurer vornehmen kann. Zwar gibt es hinsichtlich des Bestatterehepaares einen Bezug zum fünften Band, jedoch bedarf es nicht der unmittelbaren Kenntnis der Geschichte. Das Buch lässt sich auch ohne diese gut und verständlich lesen.

Die Handlungen der einzelnen Personen sind nachvollziehbar und durch die Möglichkeit, die Kenntnis der Gedankengänge der einzelnen Geiseln, kann man auch deren Reaktionen nachvollziehen.

Fazit:
Der Wortwitz des Autors hat mich gleich an das Buch gebunden und mich neben der Handlung durch die Geschichte geführt. Es ist kein klassischer Krimi, aber ein sehr lesenswerter, bei dem man auch mal ein Grinsen während des Lesens im Gesicht hat.

Reihe:
1. Föhnlage
2. Hochsaison
3. Niedertracht
4. Oberwasser
5. Unterholz
6. Felsenfest

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