Kramp, Ralf: Ihr Mord, Mylord

Ihr Mord, Mylord
Ralf Kramp
Krimi
KBV
17. November 2016
Taschenbuch
240

 

Als der Rechtsanwalt Nigel Bates von der Kanzlei Harringfield, Harringfield und Partner, London zu einem Mandanten gerufen wird, ahnt er noch nicht, wie weitreichend dieser Termin sein Leben verändern wird.

Nicht nur, dass er in einen Mordfall rund um das Theaterstück „Dinner for one“ verstrickt wird, auch lernt er den snobistischen, liebenswert wie genialen Reginald Lord Merridew kennen.

An seiner Seite erlebt er fortan die aberwitzigsten Kriminalfälle, bei denen nicht zuletzt die Leser verwundert, erstaunt, aber auch belustigt die Köpfe schütteln.

 

Folgende Geschichten sind in dem Buch enthalten:

  • Das Geheimnis des fünfköpfigen Hundes
  • Das Rätsel des verschwundenen Pies
  • Das Geheimnis der zwölften Nacht
  • Das Rätsel der Donaufürstin
  • Das Geheimnis der fliegenden Juwelen
  • Das Geheimnis des verschwundenen Oscars
  • Das Rätsel des grünen Kreises
  • Das Geheimnis der keuchenden Walküre

Die erste Geschichte in dem Buch spielt 1951, von da an springen die Geschichten immer ein paar Jahre weiter, so dass man zwischendurch nicht wirklich weiß, in welchem Jahr man sich gerade befindet.

Die Geschichten sind sehr unterschiedlich, haben aber alle irgendwie einen literarischen Bezug, den man als Leseratte natürlich herausfinden möchte. Soviel sei verraten, es kommen neben „Dinner for one“, welches den Auftakt bildet, auch „Mord im Orientexpress“, Shakespeare und einige andere vor.

Immer dabei sind Reginald Lord Merridew und der Anwalt Nigel Bates, die ein wenig an Sherlock Holmes und Watson erinnern.

Es hat großen Spaß gemacht, die Kurzgeschichten zu lesen, gespickt mit Situationskomik, da man Nigel Bates als Leser verfolgt, sind die Geschichten sowohl witzig, unterhaltsam wie auch sehr raffiniert konstruiert. Die Auflösungen sind logisch, auch wenn man selbst auf den ersten Blick nicht in diese Richtung gedacht haben mag. Man kann sich also überraschen lassen.

Da immer wieder kleine Hinweise und Anekdoten zu angeblich anderen Fällen des Duos in den Geschichten vorkommen, frage ich mich, ob es noch ein weiteres Buch mit Geschichten der Beiden gibt bzw. geben wird. Ich würde gerne mehr von ihnen lesen und bin schon auf der Suche nach Nachschub.

Fazit:

Auch wenn die beiden ein wenig an Sherlock Holmes und Watson erinnern, haben sie dennoch ihren eigenen Charakter. Für mich ein Ermittlerteam, von dem ich sehr gerne mehr lesen würde, zumal sie ohne technischen Schnick-schnack auskommen müssen in den 50er, 60er und 70er Jahren.

Merken

Merken

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.