Vaske, Claus: Die Monroe in mir

Die Monroe in mir
Claus Vaske
Humor, Liebesroman, Belletristik
FISCHER Taschenbuch
24. April 2014
Taschenbuch
256

 

Maike hat schon alles Mögliche probiert. Aber es will einfach nicht klappen. Ob sie nun die Stunden, Tage oder Sekunden zählt, immer wieder fängt sie mit dem Rauchen an. Auch ihre letzte Idee, statt eine Zigarette zu rauchen lieber einen Apfel zu essen, scheitert.

Als ihre beste Freundin Franzi von einem Workshop auf La Gomera zurückkommt, beichtet ihr Maike den letzten Fehlversuch. Franzi hat eine Idee, warum lässt sich Maike nicht mal hypnotisieren? Aus Kostengründen kann auch Franzi selbst das übernehmen, wozu war sie denn auf dem Workshop. Maike ist skeptisch, aber auch verzweifelt. Schließlich willigt sie ein.

Der erste Versuch scheitert, aber Maike gibt nicht auf. Und als sie nach vier Tagen endlich aus der Hypnose erwacht, hat sich ihr Leben komplett verändert. Nur Rauchen tut sie immer noch …

Ich habe mir das Buch aufgrund des Titels geholt. „Die Monroe in mir“ klang sehr vielversprechend und auch der Klappentext macht mich sehr neugierig. Ein witziger und spritziger Verwechslungsroman, in dem Marilyn eine nicht ganz unwesentliche Rolle spielt.

Der Roman fängt ruhig an, so dass man in aller Ruhe Maike und ihre Freunde, ihre Arbeit und ihre Sorgen kennen lernen kann. Ihre Motivation, mit dem Rauchen aufzuhören, drängt immer wieder in den Vordergrund. Auch ihr Scheitern spielt eine wesentliche Rolle. Der Autor schafft es, sich in die Gefühlswelt einer Frau eindenken zu können und dabei nicht lächerlich oder überzogen zu wirken.

Die Geschichte ist aus der Sicht von Maike geschrieben, so dass man als Leser nicht nur an der Handlung, sondern auch an der Gedanken- und Gefühlswelt von Maike teilhaben kann. Maike ist wie viele in ihrem Alter etwas chaotisch und das spiegelt sich auch in ihren Handlungen und Gedanken wieder. Aber gerade dieses nicht perfekte Leben macht sie dem Leser sofort sympathisch und schnell wird man mit Maike warm.

Als die Hypnose dann gelingt und Maike wieder erwacht, ist nicht nur Maike verwirrt. Sicher, als Leser hat man einen kleinen Wissensvorsprung. Man weiß, dass Marilyn Monroe eine gewisse Rolle spielen wird, aber wie wird Maike darauf reagieren und wie kommt sie mit ihre veränderten Leben zurecht?

Nachvollziehbar und logisch beschreibt der Autor das weitere Leben von Maike. Auch wenn ich den Schluss etwas überzogen fand, haben mir das Buch und die Geschichte doch gut gefallen. Maike lernt, mit den Veränderungen umzugehen und entwickelt sich dabei selbst weiter.

Das Buch war sehr spannend und witzig zu lesen, auch wenn ich im Mittelteil ein wenig mehr Spannung und Witz erwartet hätte. Doch in Summe hat es mir sehr gut gefallen. Die Sprache ist flüssig, witzig und einer Frauenfigur angemessen.

Die Veränderungen, die Maike im Laufe der Geschichte durchmacht, die ganzen Konflikte und ihre persönliche Einstellung zum Leben wurden vom Autor sehr gut herausgearbeitet und dem Leser nahegebracht.

Fazit:
Statt einer Hypnose zur Rauchentwöhnung, erlebt man hier eine ungewollte Reinkarnation mit ungeahnten Folgen, die einen zum Lachen, Schmunzeln und Nachdenken anregen. Ein durchweg gelungener Roman für entspannte Lesestunden.

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