Kaffeevollautomat: De’Longhi PrimaDonna

 

Als Kaffeetrinkerin schätze ich einen frischen Kaffee, am liebsten aus einem Kaffeevollautomat. Aber nicht nur morgens, auch nach dem Essen oder am Nachmittag darf es gerne mal ein Tässchen sein. Filterkaffee geht hier gar nicht, ich mag ihn lieber frisch gemahlen mit Milch, entweder als Cappuccino oder als Latte Macchiato.

Ein neuer Kaffeevollautomat zieht ein

Kaffeevollautomat De Longhi
Kaffeevollautomat De Longhi

Bislang durfte der Saeco HD8954/01 Xelsis Evo Kaffeevollautomat diese Aufgabe übernehmen. Doch nun wurde es mal Zeit für etwas Neues. Der Kaffeevollautomat von De’Longhi PrimaDonna S Evo ECAM 510.55.M kam daher wie gerufen.

Wie auch schon meine alte Saeco ist der Kaffeevollautomat komplett in Silber gehalten. Was sehr stylisch und vor allem zeitlos wirkt. Der Aufbau ging sehr schnell und einfach, wobei mir auffiel, dass der Kaffeevollautomat doch etwas schmäler ist, als meine alte. Ich habe jetzt wieder mehr Platz auf der Arbeitsplatte in der Küche.

Ehe es los geht

Ehe die Maschine einsatzbereit ist, müssen diverse Spülgänge durchgeführt werden und es werden auch einige Kaffeetassen erzeugt, die man lieber gleich wieder entsorgen soll – so die Empfehlung in der Anleitung.

Hat man aber all diese Reinigungsgänge durchgeführt, kann es mit dem eigentlichen Genuss losgehen. Da mir eine breitgefächerte Meinung hierbei wichtig ist, waren die ersten Tests zusammen mit meinen Schwiegereltern, in Folge mit Nachbarn und weil wir uns gerade in der Kindergeburtstagsphase befinden, kam auch die restliche Familie in die Pflicht, ihre Meinung zu den verschiedenen Getränkesorten kund zu tun.

Die ersten Kaffees mit dem neuen Kaffeevollautomaten

Wir sind zunächst die normalen Kaffeegetränke ohne Milch durchgegangen und haben hier auch zunächst die Speichereinstellungen genutzt. Grundsätzlich hat man die Wahl zwischen:
– Cappuccino
– Latte Macchiato
– Milch
– Caffe Latte
– Espresso
– Doppelter Espresso
– Kaffee
– Long

Auch die Stärke lässt sich von
– 1 Bohnenanzeige – X-Mild bis
– 5 Bohnenanzeige – X-Kräftig

einstellen. Die Werkeinstellung steht bei Mittel, also drei Bohnen, was ich völlig ausreichend empfinde.

Nun haben wir uns also als erstes durch die Getränkevarianten ohne Milch durch probiert. Grundsätzlich lässt sich sagen, die Maschine ist bei der Zubereitung (mahlen, brühen, ausgeben) auffallend leiser als mein alter Vollautomat bzw. der alte Vollautomat meiner Schwiegereltern. Zur Info: Wir verwenden immer Lavazza Crema ganze Bohnen.

Sehr heißer Kaffee

Der Kaffee kommt sehr heiß (~ 70 °C) aus der Maschine. In der Anleitung gibt es noch die Empfehlung, dass man die Tasse mit heißem Wasser vorwärmen soll, dann würde es wirklich heißen Kaffee geben, aber ich mir so schon die Finger fast verbrannt. Heißer Kaffee – sehr schön!

Die Crema war gut zu erkennen und hielt sich auch schön. Meine Schwiegereltern machten sich über den Espresso her. Wir waren eigentlich durchweg sehr zufrieden mit dem Ergebnis, optisch wie geschmacklich.

Nächste Testrunde mit dem Kaffeevollautomaten

Latte Macchiato
Latte Macchiato

In der nächsten Runde haben wir uns dann den Kaffeegetränken mit Milch gewidmet. Von Cappuccino, über LatteMacchiato, CaffeLatte bis hin zu heißer Milch haben wir alles durchprobiert. Gut, die heiße Milch haben wir etwas modifiziert, denn meine große Tochter wollte auch mittesten. Für Kaffee ist sie mit ihren 6 Jahren aber definitiv noch zu jung, wogegen jedoch nichts sprach war ein heißer Kakao. Und so ließen wir heiße Milch in eine Tasse, gaben Kakaopulver dazu und fertig war eine heiße Schokolade für meine große Tochter, die ganz stolz mit teste.

Da die Getränke wieder sehr heiß ausgelassen wurden, nutzen wir die Abkühlzeit, um den Schaum zu betrachten und untersuchen. Der Milchschaum ist sehr fest, aber zeitgleich fluffig. Er ist stabil, hält sich in der Tasse auch wenn diese eine halbe Stunde nur herum steht und nicht weiter beachtet wird. Ansonsten hält er sich nicht wirklich lange, ist das Getränk doch deutlich schneller ausgetrunken. Aber zu testzwecken lassen wir auch mal eine Extratasse stehen und sagt man nicht: Kalter Kaffee soll schön machen?

Schokoladenschaum

Egal, wir waren jedenfalls alle sehr begeistert von dem Schaum. Auch unsere jüngste Testerin konnte von ihrer heißen Schokolade gar nicht genug bekommen und war enttäuscht, als die Tasse letztlich leer war.

 

Automatische Reinigung des Kaffeevollautomaten

Die Maschine bietet nach jedem Milchgetränk eine Reinigung des Systems an. Man kann diese Reinigung entweder durchführen oder überspringen. So lange wir Getränke zubereitet haben, haben wir sie übersprungen. Als aber das letzte Getränk durchgelaufen war, durfte die Maschine sich und das Milchsystem reinigen. Sehr hygienisch, sehr gründlich und bei normalem Kaffee erfolgt diese Spülung automatisch.

Was mir wichtig war

Was mir noch wichtig war, dass die Maschine mit ganzen Bohnen und mit gemahlenen Bohnen arbeiten kann. Ich bevorzuge zwar die ganzen Bohnen, aber es gibt immer mal wieder Gäste, die wollen lieber gemahlenen Kaffee oder ich bekomme gemahlenen Kaffee geschenkt.

Auch wichtig für mich ist, dass der Behälter, in dem sich die Milch befindet, entnommen, verschlossen und im Kühlschrank gelagert werden kann. Gerade im Sommer ist dies enorm wichtig und ich bewahre die Milchkaraffen in der Kühlschranktür auf. Das ist bei diesem System der Fall.

Neben den voreingestellten Programmen, kann man natürlich auch seine eigenen Einstellungen einprogrammieren und diese unter dem Knopf „MyMenue“ abspeichern und abrufen. Dies habe ich auch mal ausprobiert. Es funktioniert einwandfrei. Jedoch habe ich nicht herausfinden können, wie man eine bereits existierende Programmierung nochmal ändern kann, wenn man z.B. die Kaffeestärke verändern möchte.

Grundsätzlich finde die Programmierung sehr praktisch, da wir mit anderen Tassengrößen arbeiten als die Werkseinstellung. In der Programmierung kann ich diese Tassengröße dann einstellen und muss nicht dabei stehen und händisch die Tasse befüllen.

Milchschaumvarianten

Der Milchschaum kann ebenfalls noch variiert werden. Dies geschieht direkt an der Karaffe. Hier hat man über einen Drehregler die Wahl zwischen
– Kein Schaum (z.B. bei heißer Milch oder Caffelatte)
– Wenig Schaum (z.B. bei Latte Macchiato oder Flat White)
– Sehr viel Schaum (z.B. bei Cappuccino)

Andere Einstellungen

Der Mahlgrad lässt sich über einen Drehregler einstellen, hier habe ich es bei der Werkeinstellung belassen.

Der Kaffeesatz kommt in kleinen festen runden Scheiben in den Auffangbehälter. Er ist nicht zu nass oder zu trocken, sondern zeigt für mich genau die richtig Konsistenz. Das durfte ich bei einem anderen Vollautomaten schon anders erleben, bei dem der Kaffeesatz regelrecht in Wasser schwamm.

Die Wasserhärte kann eingestellt werden. Wir haben hier sehr kalkhaltiges Wasser. Damit der Kaffee besser schmeckt, verwende ich nur stilles Wasser aus der Flasche. Ich arbeite zwar auch mit einem Wasserfilter, aber das Wasser verwende ich nur für die Kaffeepadmaschine bzw. Tee.

Wie kam der Kaffee an?

Nun noch ein Wort zu den anderen Meinungen. Freunde, Nachbarn und Familie. Durch den Kindergeburtstag hatten wir jetzt doch einige Tage hier immer wieder ein volles Haus gehabt, wodurch die Maschine nicht nur im Dauereinsatz war, sondern sich auch beweisen musste.

Sie hat es problemlos gemeistert. Dank des gut ablesbaren LCD-Displays kam mein Mann – kein Kaffeetrinker – auch problemlos ohne große Anleitung intuitiv zurecht. Einen Kaffee – quer durch das Angebot – ließ er raus, machte sie sauber, entleerte die Auffangbehälter, füllte Wasser und Bohnen nach. Eine ausführliche Anleitung liegt dem Gerät – neben einigen anderen Dingen, die man z.B. zur gründlichen Reinigungen braucht – bei. Die Anleitung ist gut geschrieben und leicht verständlichen. Nur zu meinen oben angesprochenen Punkt, wie ich eine einmal getroffene Programmierung ändere, konnte ich nichts finden, auch nicht bei DeLonghi direkt.

Alle waren begeistert von Geschmack, Aussehen und auch von der Maschine selbst. Wenn ich jetzt noch herausfinde, wie ich eine einmal getätigte Programmierung ändern kann, bin ich restlos zufrieden.

Ein besonderes Gimmick findet man noch in der Beleuchtung des Kaffeeauslasses, was ich von meiner alten Maschine nicht kannte, aber schnell schätzen gelernt habe.

Ein Wort noch zur App: Ich finde dies zwar ein nettes Gimmick, nutze sie aber nicht. Vielleicht bin ich hier noch etwas „Oldschool“, aber für mich ist diese Funktion eher überflüssig.

Fazit:

Wir sind sehr zufrieden mit der Maschine. Der Kaffee schmeckt, meine Tochter kann sich auch mal eine heiße Schokolade machen und so gemeinsam mit mir und ihren Großeltern die Kaffeerunde genießen.

 

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