Kanitz, Brigitte: Die Herzensammlerin

Die Herzensammlerin
Brigitte Kanitz
Liebesroman
Blanvalet Taschenbuch Verlag
19. Juni 2017
Taschenbuch
320

 

Laura ist die Erbin eines altehrwürdigen Schlosses. Naja, ein kleines Schlösschen mehr und geerbt hat sie es auch mehr von der Verantwortung her, denn ihre Oma lebt noch. Trotzdem fühlt sich Laura für das Schlösschen verantwortlich und versucht alles, um es zu erhalten. Auch wenn sie dafür ein Scheidungshotel daraus machen muss. Mit vier Zimmern bietet sie Scheidungswilligen einen Rundumservice an. Ein Wochenende, an dem die Scheidung ausgehandelt und montags dann bei Gericht festgezurrt wird. An ihrer Seite, ihr Ehemann, seines Zeichens Scheidungsanwalt.

Doch was passiert, wenn der eigene Gatte plötzlich die Kurve kratzt, die geliebte Oma ständig versucht, sich das Leben zu nehmen, die eigene Tochter nur noch Schwarz tragen will, die Schwester wieder vor der Tür steht und dann ausgerechnet einen Mann im Schlepptau hat, der so gar nicht in ihre Welt passen will, weil er einfach viel zu gut aussieht?

Brigitte Kanitz steht bei mir für eine sommerlich-leichte, witzige wie ironische Lektüre mit einem unterschwelligen belehrenden Ton. In Erwartung, dies auch bei diesem wieder anzutreffen, fing ich an zu lesen.

(c) pixabay
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Laura ist sowohl eine liebenswürdige wie auch leicht naive Protagonistin. Man spürt deutlich, wie sie an ihrer Familie hängt, wieviel Herzblut sie in das Hotel steckt und wie harmoniesüchtig sie ist. Als Familienmensch konnte ich ihr zwar nachempfinden, doch in manchen Situationen hätte ich sie gerne „geweckt“. Ihre Oma hingegen fand ich spitze. Sehr kreativ und verrückt, versucht die alte Dame immer wieder, sich selbst umzubringen. Aberwitzige Situationen sorgen dabei für Lacher, ehe man die Sorgen und Nöte von Laura weiterverfolgen kann.

Aber spätestens als Adrian auf der Schwelle erscheint, spürt man ein Knistern, das zusätzlich noch die Spannung anheizt. Wie wird sich Laura entscheiden? Wie soll es mit dem Hotel weitergehen? Und wieso trägt ihre Tochter ständig nur schwarz?

Was mir auch sehr gut gefallen hat, war die Idee mit den Herzen. Mittlerweile achte ich auch darauf, ob ich irgendwo ein Herz in Form eines Steins o.ä. finde.

Fazit:

Kurzum, ich wurde wieder nicht enttäuscht. Ein im wahrsten Sinne des Wortes herzlicher Roman über eine Protagonistin, die sich erstmal selbst klar werden muss, was sie will, ehe sie in die Zukunft starten kann und dabei so manche aberwitzige Situation erlebt und Hürden meistern muss.

(c) pixabay
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