Danninger, Johanna: Landluftduft

Landluftduft
Johanna Danninger
Liebesroman
Montlake Romance
23. Mai 2017
Ebook / Taschenbuch
256

 

Anna Häusler hat ein sehr inniges Verhältnis zu ihren Großeltern. Als es ihrer Großmutter plötzlich schlechter geht, lässt sie alles stehen und liegen, kündigt ihre Arbeit, um ihren Großvater bei der Pflege der Oma zu unterstützen.

Kurz nach dem Tod der Oma, bricht sich Annas Opa den Oberschenkel und Anna bleibt einfach weiterhin auf dem Hof, kümmert sich um die ganzen Tiere und kellnert ein wenig in der Wammlinger Dorfkneipe.

Selbst nach seiner Genesung zieht es sie dort nicht mehr weg und so bekommt sie schließlich mit, dass der alte Gutshof Lichtenöd verkauft werden soll und daraus wohl ein Nobelhotel mit Golfanlage wird. Das geht in Annas Augen gar nicht und sie versucht alles Mögliche, um diese Pläne zu verhindern.

Daher kommt ihr der Pensionsgast ihres Opas gar nicht recht. Ben Hager nistet sich nicht nur für längere Zeit in der Ferienwohnung ein, er ist zudem noch äußerst arrogant und wirft mit vielen Sonderwünschen um sich, die Anna nur schweren Herzens erfüllt. Doch dann ändert sich Ben von heute auf morgen und Anna stellt fest, dass der vermeintliche Krimiautor nicht nur hinter einer guten Story her ist …

(c) pixabay.com
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Das war mein erstes Buch von Johanna Danninger und ich bin mir sicher, es wird nicht das letzte gewesen sein. Mit einem sehr frischen, witzigen und lockeren Schreibstil konnte mich die Autorin gleich für sich gewinnen.

Eine unterhaltsame Geschichte, gewürzt mit Spannung, Abwechslung und viel Lokalkolorit, manches Mal auch mit Dialekt. Anna war mir gleich sympathisch. Man spürt deutlich, dass sie ihren Opa liebt, sich für ihn verantwortlich fühlt, weil sie ihm einfach etwas von der Liebe und Fürsorge zurück geben möchte, die er ihr damals gegeben hatte, als ihre Eltern plötzlich starben und er sie aufgenommen hat.

Zeitglich merkt man aber auch, dass Anna etwas bedrückt und das ist nicht nur die Sorge um das Landgut Lichtenöd. Die Neugierde, was Anna denn bedrückt, welches Geheimnis sie hütet, trieb für mich die Geschichte voran. Aber auch Ben ist nicht ganz eindeutig und heißt hier nicht nur die Gemüter, sondern auch den Lesefluss an.

Ich liebe ja Geschichten, in denen es um alte, geschichtsträchtige Gemäuer geht und so war dies ein weiterer Spannungspunkt für mich.

Die Geschichte ist flüssig und logisch geschrieben. Krezentia, die Hausgans, hat auf dem Hof nicht nur die wichtige Rolle des Hofhundes übernommen, sondern setzt sich auch gleich in die Herzen der Leser.

Fazit:

Ein wundervolle Sommergeschichte, leicht, humorvoll und mit vielen Geheimnissen und Wendungen gespickt, die die Lesezeit wie im Flug vergehen lassen.

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