Kittelmann, Detlef: Knoblauchriesen aus dem Vogtland

Knoblauchriesen aus dem Vogtland: Erste Amateursorte Deutschlands
Detlef Kittelmann
Fachbuch
Eigenverlag
12. August 2014
Gebundene Ausgabe
136

 

Bereits seit einigen Jahren besuche ich die Buchmessen in Frankfurt wie auch in Leipzig. Wie nicht anders zu erwarten, trifft man dort viele Menschen. Die meisten vergisst man gleich wieder. Andere dagegen, bleiben einem in Erinnerung.

So war es auch hier. Durch Zufall traf ich 2016 an einem Stand in Leipzig auf den Autor Detlef Kittelmann. Interessiert hörte ich ihm zu, als er von seinen Erfahrungen im Anbau und der Zucht von Knoblauch berichtete. Warum? Nun, ich denke es liegt daran, weil ich selbst gerne im Garten werkele, mich die Aufzucht von Gemüse und Kräuter interessieren. Nicht zuletzt aber, weil ich bislang noch keinen Menschen getroffen hatte, der so fasziniert, lebhaft und mit voller Begeisterung und Leidenschaft von Knoblauch und der Zucht gesprochen hat. Von daher vergingen einige Minuten, ehe ich dann zu meinem nächsten Termin musste.

Ein weiterer Zufall am gleichen Tag führte uns an einem anderen Stand zusammen. Dieses Mal jedoch kamen wir ins Gespräch. Wir verstanden uns gleich, tauschten uns aus und wurden letztlich von der Schließzeit der Messe überrascht.

Das sollte zunächst das letzte Zusammentreffen mit Detlef Kittelmann sein, aber dank Facebook verloren wir uns nicht aus den Augen. Im März dieses Jahres traf ich ihn bei der Leipziger Buchmesse wieder. Sehr zum Leidwesen meines Mannes und meiner Kinder, verfielen wir doch gleich wieder ins Fachsimpeln. Die Zeit verflog und am Ende – ja, ich gab schließlich dem Gequängel nach – ging ich mit seinem Buch weiter. Immerhin versprach die Lektüre ebenso interessant zu werden wie das direkte Gespräch.

Kurz vor der nächsten Buchmesse, dieses Mal in Frankfurt, möchte ich nun meine damalige Errungenschaft vorstellen. Das Buch ist im Eigenverlag erschienen, so dass man es am besten direkt über den Autor bezieht. Detlef Kittelmann hat beim Druck des Buches keine Kosten und Mühen gescheut, was man dem Buch deutlich anmerkt und nicht nur viel Herzblut hineingesteckt, sondern ihm auch einen besonderen Touch verliehen.

Oben rechts das Bild diente aufgehellt als Hintergrund für die Buchseiten.

Die Seiten sind dicker, glänzend, was den zahlreichen Abbildungen zu Gute kommt und statt eines reinweißen Hintergrundes, ist er hier strukturiert. Das Muster, sofern man es so nennen mag, ist nichts anderes als ein Bild von aufgehellten Knoblauchschalen (auch „Spelzen“ genannt). Mir gefällt diese Idee sehr gut, gibt es dem Buch einen individuellen Touch des Autors mit auf den Weg.

Nun aber zum Inhalt des Buches. Detlef Kittelmann hält sich auch hier nicht an irgendwelche vorgegebene Formen oder Muster, sondern schreibt so, wie er es für richtig erachtet, natürlich unter Berücksichtigung der gängigen Grammatik und Rechtschreibung. Das finde ich erfrischend anders und sehr natürlich. Kam ich auf der Buchmesse gleich mit ihm ins Gespräch, zog mich auch sein Buch auf diese Weise an. Jedoch muss ich gestehen: Am Stück konnte ich es nicht lesen. Seit März liegt das Buch bei uns im Wohnzimmer auf dem Tisch. Immer wieder nehme ich es in die Hand, lese ein Stück weiter, diskutiere manchmal mit meinem Mann darüber, aber die meiste Zeit genieße ich es still. Denn wie der Knoblauch, den ich im Übrigen mit dem Buch zur Verkostung bekommen habe, will dieses Buch genossen werden.

Detelf Kittelmann teilt das Buch in 5 Kapitel auf:

  1. Entstehungshistorie meiner Sorte
  2. Lage und Anlage meines Gartens
  3. Die einzelnen Ablaufphasen des Anbaus
  4. Recherchen im Internet
  5. Knoblauch – der Paukenschlag bei jeder Kochsinfonie

Die Leidenschaft für Knoblauch, seine Passion, dieses wertvolle Gewächs den Menschen wieder näher zu bringen spürt man zwischen den Seiten. Auf seiner Facebookseite kann man immer wieder einen Einblick in seine Bemühungen nehmen, die Rezepte fordern regelrecht zum Nachkochen auf und ich freue mich schon jetzt auf unser nächstes Zusammentreffen mit hoffentlich frischen Knoblauchnachschub für meine kleine Küche.

Fazit:

Knoblauch hat in unserer Zeit immer einen merkwürdigen Beigeschmack, dass es aber auch anders gehen kann, zeigt der Autor mit seinem Buch und lädt den Leser mit viel Herzblut zum Mitmachen ein.

Anmerkung:

Das Buch kann leider ausschließlich auf der Seite des Autors bestellt werden. Einen Einblick in das Buch findet man auf dieser Seite: Barettas Knoblauchbuch

 

3 thoughts on “Kittelmann, Detlef: Knoblauchriesen aus dem Vogtland

    1. Dem Gesagten stimme ich in vollem Umfange zu. Es ist nix hinzuzufügen.

      Das Buch ist klasse. Der Autor nicht austauschbar und man merkt, er liebt was er tut. Und das aus vollstem Herzen.

      Thomas Grande

      1. Und das sagt mein damaliger Trassenkumpel – den ich nach 35 Jahren 2017 auf der LBM wieder traf…! Er gab mir damals meinen Spitznamen – ein Synonym welches heute in allen Europäischen Sortenlisten steht…! Die Episode darüber findet man ua. im Kapitel I meines Buches…

        In Dankbarkeit der Autor
        Detlef Kittelmann alias BARETTA

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