Gebhardt, Ralf: Ich schenke dir den Tod

Ich schenke dir den Tod
Ralf Gebhardt
Krimi
Edition Oberkassel
1. November 2017
Taschenbuch / Ebook
220

 

Kriminalhauptkommissar Richard Störmer wird zu einem Tatort im Mansfelder Land gerufen. Eine verkohlte Leiche wird neben Schmuck, Katzenknochen und einem Grablicht mit Asche in einem Waldstück gefunden. Zunächst sieht alles nach einem schnell zu lösenden Fall aus. Doch dann werden plötzlich Frauen vermisst und weitere Leichen tauchen auf. Was geschieht im Mansfelder Land? Hängen die aktuellen Morde mit dem ersten Fund zusammen? Und wie kann der Täter gestoppt werden? Richard Störmer erkennt schon bald, dass die Zeit gegen ihn arbeitet und der Täter auch ihn ins Visier genommen hat …

Das Buch beginnt zunächst recht ruhig und langsam, auch wenn der Prolog viele Fragen aufwirft. Die Geschichte kommt allerdings erst langsam in Fahrt und man wird immer wieder verwirrt, da die Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt wird. Der Leser muss sich daher zuerst zurecht finden, in die Geschichte einfühlen. Das klappte bei mir recht gut. Bald war ich von der Geschichte selbst gefangen, auch wenn mir manche Handlungen seltsam und schwer nachvollziehbar vorkamen, ich irgendwie das Zeitgefühl verlor. Die Handlungen reihten sich aneinander, aber mir fehlte irgendwie eine Angabe, wie das Zeitfenster war, in denen sie stattfanden. Auch wurde ich mit den Protagonisten nicht wirklich warm. Mir blieben sie zu oberflächlich, zu neutral und distanziert.

Dagegen fand ich den Lokalkolorit sehr gut ausgelebt. Der Autor kennt die Gegend, weiß sie und ihre Atmosphäre gut zu beschreiben, so dass sich der Leser diese gut vorstellen kann. Auch gibt er dem Leser einige Informationen zur Region mir auf den Weg. Die Geschichte selbst ist gut konstruiert, auch wenn der Zufall manchmal etwas arg bemüht wurde, gerade gegen Ende, wo an einer Stelle wohl eine zündende Idee zu fehlen schien.

Da dies das Erstlingswerk des Autors ist, sieht man von einigen Kurzgeschichten ab, sehe ich noch viel Potenzial, sollte die Geschichte mit Kriminalkommissar Richard Störmer fort gesetzt werden. Sehr schön fand ich, dass Richard Störmer zwar ein einsamer Wolf ist, jedoch eine Tochter hat, um die er sich sorgt. Als die Tochter auftauchte, wurde er etwas griffiger für mich.

Fazit:

Trotz des ruhigen Einstiegs, findet man hier einen temporeichen Krimi, bei dem noch einiges an Entwicklungspotenzial vorhanden ist und ich schon gespannt bin, wie sich dies bei einer eventuellen Fortsetzung darstellen wird.

 

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