Böhm, Michael: Herr Petermann und das Triptychon des Todes

Herr Petermann und das Triptychon des Todes
Herr Petermann, Bd. 2
Michael Böhm
Krimi
Bookspot Verlag
13. Juli 2015
Hardcover
192

Bereits im ersten Band wollte sich Dr. Leo Petermann, Gründer und Chef des Software-Konzerns „Pythagoras“, aus dem aktiven Berufsleben zurückziehen. Zusammen mit seiner Lebensgefährtin wollte er in der bayrischen Abgeschiedenheit ruhige Tage verleben. Doch es sei ihm nicht gegönnt.

Auf einem Kongress in Wien, bei dem Petermann eine Rede halten soll, tritt sein alter Kompagnon an ihn heran. Er habe Angst und bittet Petermann um Hilfe, denn das dubiose Versicherungsunternehmen Cautio scheint Versicherungen zu verkaufen, die bei Todesfall selbst als Erben auftreten. Dabei kommen die Versicherungsnehmer scheinbar auf natürliche Weise ums Leben. Aber so ganz glaubt der Kompagnon von Petermann dies nicht.

Tatsächlich nimmt sich Petermann der Sache an und deckt tatsächlich einige Todesfälle auf. Als Petermann feststellt, dass auch sein Vater bei diesem Versicherungsunternehmen eine Versicherung abgeschlossen hat, arbeitet die Zeit gegen ihn…

Das Buch ist die Fortsetzung von „Herrn Petermanns unbedingter Wunsch nach Ruhe“ aus dem Jahre 2013. Beide Bücher sind zwar eigenständig, jedoch freut man sich, wenn man Herrn Petermann nach so langer Zeit wiedersieht.

Aber zunächst muss sich der Leser umgewöhnen. Im Gegensatz zu anderen Büchern, verzichtet der Autor auf Dialoge und schreibt alles aus der Sicht von Herrn Petermann. Das erfordert eine Umstellung und bremst den Lesefluss erst einmal aus. Eine Umstellung jedoch lohnt sich, denn zeitgleich verfügt der Autor über die Gabe sprachlich nicht nur ein sehr gutes Deutsch zu schreiben, sondern den Leser mit dem ungewohnten Stil an das Buch zu binden.

Auch die Landschaftsbeschreibungen sind sehr schön ausgeführt und lassen das Kopfkino lebendig und farbenfroh werden, was wunderbar zu de, gewählten Cover passt. Leider ist das Ende sehr abrupt gekommen. Mir war es im Vergleich zum Tempo des restlichen Buches deutlich zu schnell, obwohl die Spannung bis zuletzt gehalten werden konnte. Auch konnte ich die Lösung des Falls nicht ganz überzeugen.

Fazit:

Trotzdem habe ich das Buch gerne lesen, vor allem, nachdem ich die Anfangsprobleme hinsichtlich des ungewohnten Schreibstils überwunden hatte. Gerade sprachlich ist das Buch eine schöne Herausforderung, die mir sehr gut gefallen hat.

 

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