Schmid, Claudia: Wer mordet schon in Mannheim?

Wer mordet schon in Mannheim?: 11 Krimis und 125 Freizeittipps
Kriminelle Freizeitführer im GMEINER-Verlag
Claudia Schmid
Krimianthologie
Gmeiner Verlag
4. Februar 2015
Taschenbuch
275

Im Frühjahr 2015 lud die Mannheimer Krimiautorin Claudia Schmid zu einer ganz besonderen Lesung ein. Geplant war eine Krimitour mit dem Bus quer durch Mannheim. An prägnanten Stellen sollte gehalten werden und die Autorin sollte passend zur Lokation einen Auszug aus ihren Kurzkrimis aus dem Buch „Wer mordet schon in Mannheim?“ vorlesen.

Das klang für mich sehr interessant, zumal es doch mal eine ganz andere Art von Lesung darstellte. Und so buchte ich für meine Freundin und mich jeweils einen Platz in dem Bus. Das Buch dazu kannten wir beide zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

Die Fahrt wurde sehr interessant und die Auszüge aus den Kurzkrimis machte uns beiden so viel Lust auf das Buch, dass wir es uns gleich zulegten. Nun kam ich endlich auch mal dazu, es zu lesen.

Das Buch umfasst neben den 11 Kurzkrimis auch noch 125 Freizeittipps im Raum Mannheim. Einige davon haben wir während der Bustour uns schon ansehen können. Die Geschichten sind zwar kurz, aber in sich abgeschlossen. Im Fließtext findet man Nummern, die auf die Freizeittipps hinweisen. Diese findet man direkt nach jeder Geschichte aufgelistet, mit einer kurzen Erklärung und, sofern vorhanden, dazugehörender Internetadresse.

Da ich selbst nicht aus dieser Region stamme, sondern erst vor einigen Jahren hierher gezogen war, waren diese Tipps für mich natürlich sehr interessant. Auf diese Weise lernte ich die Region noch besser kennen und entdeckte mit Hilfe der Kurzkrimis Mannheim und Umgebung neu.

Die Geschichten sind zwar kurz, jedoch steckt viel in ihnen drin. Claudia Schmid schreibt nicht nur spannend und mitreißend, sondern auch gerne mal lustig, ironisch und selbstkritisch. Jede Geschichte hat ihr eigenes Gesicht, auch wenn immer wieder mal ihre Kriminalhauptkommissarin Melanie Härter, die man schon aus der „Mannheimer Todesmess“ kennt, auftaucht.

Das Schöne an diesen Kurzkrimis ist, dass man immer mal wieder Zeit findet, um schnell die eine oder andere Geschichte zu lesen. Dadurch war es für mich die perfekte Lektüre in der ersten Zeit nach der Geburt unserer kleinen Tochter. Für ein komplettes Buch fand ich da weniger Zeit, aber diese Kurzgeschichtensammlung war optimal.

Da ich die Bustour mitgemacht hatte, sah ich beim Lesen immer wieder die Autorin vor mir, wie sie die entsprechenden Stellen vorträgt, hörte ihre Stimme und wurde zum einen so noch einmal an diese schöne Tour erinnert und hatte zum anderen noch einen nachträglichen Unterhaltungswert, der mir die Lektüre noch zusätzlich versüßte.

Fazit:

Eine tolle Sammlung von Mannheimer Kurzkrimis, die nicht nur Ortsfremde auf neue Wege lenken werden.

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