Steinfeld, Tobias : Scheiße bauen: sehr gut

Scheiße bauen: sehr gut
Tobias Steinfeld
Jugendbuch
Thienemann Verlag in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH
13. Februar 2018
Ebook / Taschenbuch
240

Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 15 Jahre

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Paul ist faul und daher versäumt er es auch, sich ein 3-wöchiges Schnupperpraktikum zu besorgen. Während seine Mitschüler/innen bei der Sparkasse oder einem Supermarkt unterkommen, muss Paul auf die Förderschule, um dort sein Schnupperpraktikum machen zu können.

Natürlich hat Paul wenig Lust darauf, Sabber abzuwischen oder Windeln zu wechseln. Aber welche Wahl bleibt ihm noch? Als er dann aber versehentlich bei Dieter in der Klasse landet und dort für den neuen Mitschüler Per gehalten wird, eröffnen sich ihm ganz neue Perspektiven. Warum Windeln wechseln, wenn man stattdessen im Whirlpool chillen oder Videospiele spielen kann?

Schnell freundet sich Paul mit seiner neuen Rolle als Per an. Doch was, wenn der echte Per plötzlich doch noch erscheint und wieso ist Per überhaupt auf einer Förderschule? Was, wenn die drei Wochen um sind? Kann diese Aktion wirklich gut gehen?

Die Kurzbeschreibung las sehr witzig, so dass ich gespannt war auf das Buch. Erwartetet hatte ich eine leichte und komische Verwechslungsgeschichte. Ich wurde nicht enttäuscht. Paul oder Per, je nachdem, versucht sich im Alltag eines Förderschülers zurecht zu finden. Lernt dabei seine „neuen Mitschüler“ besser kennen und erkennt, was eine Förderschule so besonders macht.

Das Buch ist nicht einfach nur witzig und unterhaltsam geschrieben. Es bietet auch dem Leser einen Einblick in eine Förderschule, den Alltag und den Umgang mit den dortigen Schülern. Die Geschichte wird von den Aktionen von Paul getragen, der sich schnell mit Fatih anfreundet. Gemeinsam unternehmen die beiden nicht nur jede Menge, bauen Mist, sondern Paul lernt auch einiges während seiner Praktikumszeit dazu und entwickelt sich.

Fazit:

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es ist auf der einen Seite leicht zu lesen, verfügt aber über einen gewissen Tiefgang, regt zum Nachdenken an und bietet einen ganz besonderen Blick auf Förderschulen und deren Alltag.

 

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