Simba Sam Jupiter 2.0 mit 2 Figuren Spielzeugauto

Simba 109251038 Sam Jupiter 2.0 mit 2 Figuren Spielzeugauto
23. April 2018

Werbung

Feuerwehrmann Sam ist eine walisische Kinderserie, die mittlerweile auch das deutsche Fernsehen erobert hat. Meine beiden Kinder schauen diese recht gerne und waren natürlich dementsprechend begeistert, als Jupiter 2.0 bei uns einzog.

Bei rund 50 Euro, was das Spielzeug (Stand: 22.09.2018, Amazon.de) derzeit kostet, hatte ich ein entsprechend gutes, wenn auch Plastikspielzeug erwartet. Die Ernüchterung folgte dann, als ich das Fahrzeug das erste Mal in der Hand halten durfte, um eins der Kleinteil aus einem Kippfach rauszupulen. Denn dort war es hintendran verschwunden, so dass das Kippfach sich nicht mehr schließen ließ.

Gut, mit viel Geduld und Geschicklichkeit bekam ich dann das Kleinteil heraus. Bei der Gelegenheit unterzog ich den Wagen einer genauen Betrachtung. Die Kleinteile sind wirklich klein. Für Kinder unter 3 Jahren definitiv nicht geeignet. Aber auch danach muss man sich sicher sein, dass das Kind die Teile nicht in den Mund nimmt. Verschluckungsgefahr besteht.  Teilweise sind die Kleinteile etwas fester, teilweise sehr weich und verbiegen schnell. Die mitgelieferte Schaufel war sogar bei Lieferung schon verbogen.

Bei den Handys habe ich so meine Zweifel, dass die Antennen lange an den Geräten bleiben werden. Die Außenspiegel sind schwarze Gummiflächen, die einfach in eine Öffnung in die Türen gesteckt werden und ein langer Stift innen herausragt.

Die Türen können geöffnet werden, sind aber so dünn, dass ich Sorge habe, sie können bald abbrechen. Zumal man etwas fester ziehen muss, um sie öffnen zu können.

Der Wagen ist ein Linkslenker, was sich auf den walisischen Wurzeln der Serien begründet. Die Hersteller haben das Spielzeug der Serie angepasst und nicht den deutschen Gepflogenheiten, was wohl auch mit dem Wiedererkennungswert zusammenhängen dürfte (Die Kinder kennen es immerhin so aus der Serie).  

Von den drei seitlichen Schieberollos lassen sich nur zwei öffnen. Das direkt neben dem Fahrgastraum ist auf beiden Seiten fest verschlossen. Das dahinter liegende größere, kann man herunterklappen. Auf der einen Seite kommt eine Rolle mit dem Wasserschlauch heraus, auf der anderen Seite ein Ständer, auf dem man die Schaufel, eine Axt und ein Spalthammer anbringen kann. Hier ist auch theoretisch Platz für weiteres Werkzeug.

In den Kippfächern dahinter findet der restliche Kleinkram Platz. 3 Hütchen, ein Verbandskasten, ein Feuerlöscher, ein Megaphon, zwei Handys, eine Taschenlampe, ein Bolzenschneider und eine Hupe (?). Die Kippfächer können auf beiden Seiten einzeln oder auch gleichzeitig durch das Drücken der darüber liegenden Logos geöffnet werden.

Mit diesen Kippfächern haben wir den größten Ärger. Die Kleinteile sind bisweilen so filigran, dass sie aus der Fläche herausrutschen und sich dahinter verkanten. Folge ist, beim nächsten Öffnen der Kippfächer gehen diese zwar auf, aber nicht mehr zu. Denn dahinter liegt ja ein Kleinteil (vorzugsweise die Taschenlampe) oder auch mehrere. Das Kippfach schließt nicht mehr und je nach Alter des Kindes fängt an dieser Stelle der Frust an. Eltern haben ihre wahre Freude, die Kleinteile herauszupulen, das nicht immer ganz einfach ist. Derzeit hat sich die Taschenlampe bei uns so verklemmt, dass nichts mehr geht.  Tipp: Nehmt ein Stückchen Papier, faltet dieses einmal und fahrt damit unter der Kippfläche hin und her, um das Kleinteil zu lösen. Dreht dann den Wagen auf den Kopf und schüttelt es vorsichtig heraus.

Nett sind die Beleuchtung und der Sound. Die Beleuchtung ist nicht wirklich hell. Was gerade bei Kindern, die dann doch gerne mal in Lampen schauen, gut ist. Aktiviert wird das Licht, indem man auf den Suchscheinwerfer drückt. So schaltet man das Licht auch wieder aus, automatisch geht es nicht aus. Der Ton wird durch einen Druck auf den gelben Knopf neben der Tür drückt. Der Sound entspricht nicht dem üblichen Feuerwehrsignal, das man so kennt, sondern ist dem Ton des Feuerwehrwagens Jupiter 2.0 aus der Serie nachempfunden. Kenner der Serie werden diesen gewiss wiedererkennen.

Die Leiter ist ausziehbar, im Korb gibt es eine Stellfläche mit zwei Vertiefungen für die Füße der beiden Feuerwehrleute. Stehen diese darin, kann man an einem Drehrad außen die Herren drehen. Hinten gibt es eine ausklappbare (sehr wacklige) Anhängerkupplung. Vorne gibt es eine kleine Seilwinde mit Haken.

Die beiden Feuerwehrmänner verfügen über abnehmbare Schutzhelme und zumindest bei uns sitzen die Helme auch fest. Die Figuren sind beweglich, Kopf, Arme, Hände, Oberkörper und Beine können bewegt werden. Die Drehung des Oberkörpers geht mir etwas zu leicht. Hier ist deutlich zuviel Spiel.

Optisch steht der Wagen recht gut da. Es wurde sogar an einen versenkten Tankdeckel gedacht. Die Aufkleber machen jedoch einen mäßigen Eindruck, so dass ich befürchte, dass sie sich entweder bald ablösen werden oder gar abgeknibbelt werden oder beides.

Für den derzeitigen Preis finde ich das Fahrzeug etwas teuer. Bei dem Kleinkram muss man achtgeben, dass er nicht verwindet oder verschluckt wird. Meine beiden Kinder (3 und 7 Jahre) haben jedoch viel Spaß mit dem Fahrzeug und streiten sich gerne, wer nun lenken darf. Figuren gibt es zum Glück zwei, so dass hier zumindest Ruhe herrscht. Bisher hat der Wagen auch alle rabiaten Behandlungen überstanden. Und wir Erwachsene bekommen so langsam Übung in Kleinteile hinter der Kippfläche herausfischen.

Fazit:

Ein optisch schönes Merchandising-Produkt für alle Feuerwehrmann Sam – Fans. Qualitativ nicht wirklich top, Spaß macht es den Kindern dennoch und für alle stressgeplagte Eltern: Man kann den Ton und das Licht durch einen Schieberegler auf der Unterseite auch ausschalten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.