Rundell, Katherine: Das Weihnachtswunder

Das Weihnachtswunder: Eine magische Wintergeschichte
Katherine Rundell
Weihnachtsbuch, Kinderbuch
arsEdition
19. September 2018
Gebundene Ausgabe
64

Vom Hersteller empfohlenes Alter: 6 - 8 Jahre

Es ist Weihnachten und statt besinnlich im Kreise der Familie diesen Abend zu begehen, sitzt der kleine Theo ganz alleine daheim und schmückt den Weihnachtsbaum. Dabei ist es bitter kalt, denn Theo weiß nicht, wie man die Heizung bedient. Der Babysitter ist eingeschlafen und seine Eltern arbeiten.

Theo fühlt sich alleine mit all den zerbrochenen Christbaumkugeln und den vier Figuren, die er am Boden der Kiste entdeckt hat. Auch diese haben etwas gelitten und dennoch scheinen sie seine einzigen, wenn auch leblosen, Freunde an Heiligabend zu sein: ein Schaukelpferd, ein Engel, ein Rotkelchen und ein Trommler.

Doch dann sieht Theo am Himmel eine Sternschnuppe und wünscht sich, nicht mehr alleine zu sein. Un-alleine, wie er es nennt.

Plötzlich erwachen die vier Figuren zum Leben und fangen an, sich zu bewegen. Theo kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus und erlebt dabei einen wundervollen und vor allem magischen Weihnachtsabend …

Theo ist ein kleiner einsamer Junge. Die Eltern arbeiten viel und seine einzige Gesellschaft ist ein Babysitter, der über seinem Smartphone eingeschlafen ist. Da ist es verständlich, dass der Junge nur einen einzigen Wunsch hat. Als dieser sich dann auf wundersame und besondere Weise erfüllt, geht das Abenteuer erst richtig los.

Die Geschichte ist sehr einfach erzählt, so dass sie für Kinder ab 5 Jahren geeignet ist. Welches Kind hätte nicht gerne plötzlich ein Schaukelpferd, das lebendig wird und durch das Zimmer tobt? Oder einen Trommler? Einen sprechenden Vogel oder einen liebreizenden Engel? Von daher war die  Geschichte für meine Kinder (3 und 7 Jahre) gut geeignet.

Die Sprache ist dem Alter angepasst, als Erstlesebuch eignet es sich weniger, vielmehr ist es ein Buch, das man gemeinsam zusammengekuschelt auf der Couch entdeckt. Dazu passen auch die Illustrationen, die eher nostalgisch angehaucht sind und nicht modern. Etwas grob gezeichnet, aber detailreich, so dass die Kinder beim Betrachten einiges entdecken konnten. Nicht zuletzt waren sie immer auf der Suche nach Theo, dem Schaukelpferd, dem Engel, dem Trommler und dem Rotkelchen.

Mir selbst hat der Kerngedanke der Geschichte gut gefallen, jedoch fehlte mir etwas mehr Tiefgang und Magie. Der Weihnachtszauber stellte sich nicht so ganz ein, was nicht zuletzt daran lag, dass mir Theo immer etwas distanziert vorkam.

Fazit:

Ein nettes Weihnachtsbuch, das sich sehr gut für Familienabende eignet, zum Vorlesen, gemeinsamen Entdecken und sich auf das Weihnachtsfest einzustimmen.

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