Harris, C. S.: Der Mörder von West End

Der Mörder von West End
Sebastian St. Cyr-Reihe 3
C. S. Harris
Krimi
dp Verlag
13. Mai 2021
Ebook
370

Ein Serienmörder scheint in London umzugehen. Junge, kräftige Männer werden überfallen, entführt, getötet und schrecklich zugerichtet. Dann werden sie an öffentlichen Plätzen abgelegt, so dass sie gefunden werden. Allen zu Eigen ist ein Detail, das ihnen in den Mund gestopft wird. Doch wie hängen diese Morde zusammen, was will der Täter damit sagen und wie kann er gestoppt werden?

Der Untersuchungsrichter Henry Lovejoy sieht sich mit einem Fall konfrontiert, den er alleine nicht lösen kann. Daher bittet er seinen Bekannten Sebastian St. Cry um Hilfe. Sebastian jedoch sträubt sich zunächst, möchte sich nicht einmischen und sich eher raus halten. Doch seine Neugierde ist geweckt. Wer ist der Täter, was verbindet die Opfer miteinander? Wird er den Täter entlarven können, ehe dieser sich das nächste Opfer holt?

Während seinen Ermittlungen tritt Sebastian nicht nur einen adligen Personen unangenehm auf die Füße, auch stößt er auf eine Wand des Schweigens und ein dunkles Geheimnis, das so schrecklich scheint, wie die Morde selbst und plötzlich muss Sebastian um sein eigenes Leben fürchten…

Ich hatte bei dem Buch zunächst Bedenken. Immerhin handelt es sich bei dem Buch um den dritten Teil einer Reihe. Doch ich musste schnell feststellen, es ist kein Problem, mit dem Buch und seiner Geschichte als Quereinsteiger zurecht zu kommen.

Die Geschichte beginnt zunächst ruhig. Als Leserin hatte ich genug Zeit, mich in London zu orientieren, die Protagonisten ein wenig kennenzulernen und mich auf den Fall einzulassen. Schon bald stieg aber das Lesetempo und es entwickelte sich ein regelrechter Sog. Man selbst wollte unter den unterschiedlichen Protagonisten denjenigen ausmachen, der  der Täter ist. Das Motiv erkennen und einen weiteren Mord verhindern. Auch die Zusammenhänge zwischen den einzelnen Morden mussten geklärt werden.

Die Autorin beschreibt gründlich, aber nicht zu detailliert, wie die Morde abgelaufen sein könnten und wie die Leichen aussahen. Es bleibt einiges der Fantasie des Lesers überlassen, was ich gut fand. Doch der Fokus ist nicht nur auf die Morde und die Ermittlungen dazu gerichtet. Auch Sebastians Privatleben kommt immer wieder zur Sprache. Dabei wird die Suche nach einem neuen Hausdiener ebenso erwähnt, wie die Probleme in seinem Liebesleben. Auf die Weise bekommt man ein deutlicheres Bild des doch eher unscheinbaren und unnahbaren Ermittlers, der eigentlich keiner sein möchte und vorrangig von seiner Neugierde getrieben wird.

Fazit:

Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich bin schon gespannt auf den nächsten. Bis dahin werde ich mir die vorhergehenden Teile ansehen, um das Bild von Sebastian St. Cyr etwas plastischer zu bekommen.

 

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