Bohlmann, Sabine: Ein Mädchen namens Willow

Ein Mädchen namens Willow
Ein Mädchen namens Willow 1
Sabine Bohlmann
Kinderbuch
‎ Planet!
18. Januar 2020
Gebundene Ausgabe
256

  • Lesealter ‏ : ‎ 10 Jahre und älter

Willow kann es immer noch nicht fassen. Schon wieder musste sie mit ihrem Vater umziehen. In eine andere Stadt, in ein Haus, das einen Wald dabei hat. Das merkwürdige ist. Willow kann sich an ihre Tante Alwina so gut wie nicht erinnern. Warum also hat sie von ihr den Wald geerbt und was soll Willow damit anfangen?

Beim Streifen durch den Wald begegnet Willow immer wieder einem Fuchs. Verfolgt er sie etwa? Als Willow ein kleines Häuschen im Wald findet, wird ihr einiges klar. Ihre Tante Alwina hat ihr nicht nur den Wald mit all seinen Bewohnern, das kleine Häuschen, sondern auch ihre Hexenkraft vererbt. Aber soll Willow dieses Erbe überhaupt antreten? Und kann sie die Aufgabe, drei weitere Mädchen zu finden überhaupt lösen?

Willow muss sich schnell entscheiden, denn ein Bauunternehmer hat einen Blick auf den Wald geworfen und möchte dort ein Einkaufszentrum bauen. Kann Willow die Aufgaben lösen und den Wald retten?

Meine große Tochter erzählte mir von dem Buch, das bei einer Buchpräsentation in der Schule vorgestellt wurde. Ich lese gerne auch mal Kinder- und Jugendbücher und dieses hier sagte mir von der Erzählung her sehr zu.

Ich wurde auch nicht enttäuscht, denn bereits nach wenigen Seiten war ich mitten drin in der Geschichte und schaute Willow über die Schulter. Ein so großes Erbe anzutreten, ist wahrlich nicht einfach. Aber Willow meistert die Aufgaben mit Bravour und der Tollpatschigkeit, die in ihrem Alter normal ist. Fettnäpfchen sind vorprogrammiert und geben der Geschichte einen witzigen Unterton.

Spannend erzählt, mit einigen Fäden und Handlungssträngen, aber auch Ruhephasen, in denen Willow und ihre Freunde sich etwas erholen dürfen, Nimmt die Geschichte schnell Fahrt auf.

Die Geschichte selbst ist abwechslungsreich und man ist als Leser*in gefordert, sollte sowohl den Überblick wie auch die offenen Fäden im Blick behalten.

Dazwischen merkt man sehr deutlich die Liebe der Autorin zum Wald. Sie richtet den Blick der Leserschaft nicht nur auf das große Ganze, sondern zeigt auch die vielen kleinen Wunder auf, die man in einem Wald entdecken kann. Ihre Liebe zum Wald packt sie so in Worte, dass die Begeisterung beim Lesen auf einen selbst überspringt und man mit einem anderen Blick durch die Welt läuft.

Untermalt wird die Geschichte von einigen sehr treffenden Illustrationen von Simona Ceccarelli.

Fazit:

Eine fantastische und magische Geschichte, mit viel Liebe zur Natur, ohne gleich belehrend zu wirken, die von der erste Seite an begeistert und bei der man am liebsten sofort weiterlesen würde.

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