Friedrichs, Frank: Erntedank in Vertikow

Erntedank in Vertikow
Die Toten von Vertikow 1
Frank Friedrichs
Krimi, Cosy Crime
‎ Drachenmond Verlag GmbH
27. Februar 2026
Broschiert
294

 

Erntedank in Vertikow (Die Toten von Vertikow) - Frank Friedrichs
Erntedank in Vertikow (Die Toten von Vertikow) – Frank Friedrichs
Herausgeber ‏ : ‎ Drachenmond Verlag GmbH
Erscheinungstermin ‏ : ‎ 27. Februar 2026
Auflage ‏ : ‎ 1.
Sprache ‏ : ‎ Deutsch
Seitenzahl der Print-Ausgabe ‏ : ‎ 294 Seiten
ISBN-10 ‏ : ‎ 3959918410
ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3959918411

Der Kirchenorganist Peer Wesendonk sitzt nach einem Motorradunfall im Rollstuhl. Frustriert und verbittert versucht er, mit der neuen Situation klar zu kommen. Doch er fühlt sich zunehmend nutzloser, zumal er auch seinen Beruf und seine Berufung als Organist nicht mehr nachkommen kann.

Als er dann jedoch sieht, wie die alte Frau Kuhn zu Tode kommt, ist für ihn klar, das war kein Unfall, das war eindeutig Mord. Doch niemand will ihm so recht glauben. Immerhin ist er der zugezogene Wessi und kein Einheimischer.

So schnell gibt Peer jedoch nicht auf und versucht, mit ein wenig Hilfe, sich in die Rolle eines Detektives einzufinden.

In den ersten Fall von Peer Wesendonk wurde ich regelrecht reingeworfen. Dank des Klappentextes wusste ich zumindest, dass der Protagonist einen schweren Schicksalsschlag hinter sich hatte und er damit zunächst klar kommen muss. Diese Verarbeitung steht auch ein wenig im Vordergrund der Geschehnisse, denn Peer muss sich erst an sein neues Leben als Rollstuhlfahrer gewöhnen.

Für mich war dieser Part auch recht interessant, da man sich selbst wenig Gedanken dazu macht und durch die Hürden, die Peer nun nehmen muss, sich dessen erst einmal bewusst wird.

Zeitgleich steht natürlich der Kriminalfall im Raum, bei dem Peer zunächst niemand Glauben schenken mag. Die einen sagen, es war ein Unfall, die anderen sehen die Schuld sogar beim Opfer. Doch Peer hat seine Zweifel, denen ich selbst sogar folgen mochte, mich aber auch fragte, wo findet man für diese These die notwendigen Beweise?

Der Autor Frank Friedrichs hat die Geschichte in einem fiktiven Ort in Mecklenburg-Vorpommern angesiedelt und dort auch gut verwurzelt. So bekommt man  Regionalkolorit mit, den ich gerade bei Cosy Crime sehr schätze.

Der Fall ist verzwickt und oft hatte ich das Gefühl, Peer jagt einem Gehirngespinst hinterher, wusste es aber zeitgleich besser. Was mir auch sehr gut gefallen hat, war die Tatsache, dass Peer wirklich ein Anfänger ist. Er kann einfach nicht alles sofort bei seinem ersten Fall, sondern muss sich die Vorgehensweise, die nächsten Schritte und Handlungen zunächst erarbeiten. Was in seinem Fall eine zusätzliche Herausforderung ist, ist seine Behinderung, mit der er auch erst einmal leben lernen muss.

Der Fall ist in sich rund und abgeschlossen und macht eindeutig Lust auf mehr.

Fazit:
Authentisch, emotional und berührend, spannend und vielschichtig hat mich dieser Cosy Crime nach Mecklenburg-Vorpommern entführt, mir die Stärken und Schwächen eines ehemaligen Kirchenorganisten aufgezeigt und mich mit der Hoffnung zurückgelassen, dass es ein baldiges Wiedersehen im schönen Vertikow geben wird.

 

 

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