Kowa, Thomas: Tod auf dem Betze

Tod auf dem Betze
Thomas Kowa
Kurz-Krimis
booksnacks.de
26. Juli 2016
Ebook
25

 

Kommissar Kahn und Assistent Mehmet bekommen einen seltsamen Fall auf den Tisch. Ein Toter auf dem Betze. Der Tote betrieb eine Kneipe, doch warum starb er? Wurde er umgebracht? Oder war es ein Unfall? Hatte es etwas mit dem anstehenden Spiel und einer Wette zu tun?

Kahn und Mehmet tauchen in das Mileu ein und stellen fest, dass man ein echter Fan sein muss, um den Fall lösen zu können …

Bei dieser Geschichte handelt es sich wieder mal um einen booksnack, eine Kurzgeschichte mit gerade mal 25 Seiten. Diese Geschichten sind wunderbar für unterwegs, Zwischendurch, beim Arzt oder in der Pause geeignet. Sie sind in sich abgeschlossen, rund, gehen zwar nicht in die Tiefe, aber bei den meisten der Geschichten, die ich bisher gelesen habe, war dies auch gar nicht notwendig.

So ist es auch hier. Der Autor erschafft zwei Ermittler, die mit viel Lokalkolorit einen Fall aufklären wollen. Dabei ist es sehr praktisch, wenn man die Örtlichkeiten und am besten noch die Fußballvereine kennt. Bei dem ersten konnte ich noch mithalten, das zweite musste ich mir zusammenbasteln, was aber kein Problem war, immerhin gibt es am Ende die Auflösung. Hätte ich mich nun mit den Vereinen ausgekannt, wäre ich sicherlich schneller auf die Lösung gekommen.

Fazit:
Ein toller Kurzkrimi, mit Lokalkolorit und für Fußballfans genau das richtige Häppchen für Zwischendurch.

Bartel, Dorrit: Paris, pas de deux

Paris, pas de deux
Die 'booksnacks' Kurzgeschichten Reihe
Dorrit Bartel
Belletristik
booksnacks.de
04. Oktober 2016
Ebook
14

 

Die Ich-Erzählerin war von rund 13 Jahren in Paris auf ihrer Hochzeitsreise. Damals die Stadt der Liebe, mit vielen Erinnerungen und Erlebnissen. Jetzt ist die Erzählerin wieder in Paris, vieles hat sich verändert und sie erkennt, Paris ist nicht nur die Stadt der Liebe…

Auf gerade mal 14 Seiten erzählt die Autorin, was der Ich-Erzählerin bei ihrem erneuten Besuch von Paris durch den Kopf geht. Leider bleibt die Erzählerin dem Leser dabei zu weit entfernt. Sie lässt ihn nicht an sich heran, wirkt distanziert, verletzt, aber nicht wie eine Freundin, sondern eher wie eine Fremde, der man kurz begegnet und dann wieder vergisst.

Vielleicht ist dies von der Autorin so gewollt, mich hatte es eher verwirrt, da ich gerne die Protagonisten näher kennenlerne, mich versuche, in sie einzufühlen und mit ihnen leide. So aber blieb ich der neutrale distanzierte Beobachter, der nicht so recht wusste, was er von der Situation zu halten habe.

Fazit:

Paris, eine Stadt der Liebe, aber manchmal auch mehr … als booksnack eine kleine distanzierte Episode im Leben einer Ich-Erzählerin.

Bartel, Dorrit : Das Mädchen aus der Apotheke

Das Mädchen aus der Apotheke
Dorrit Bartel
Kurzroman
booksnacks.de
4. November 2016
Ebook
20

Lissabon, 1908: Ein kränklicher Engländer begibt sich auf Anraten eines Bediensteten und Freundes nach Lissabon, um sich dort etwas zu erholen. Nach dem plötzlichen Tod seiner Eltern und seiner geliebten Schwester, hat ihn eine Melancholie ergriffen, die ihn nicht mehr loslassen will.

In Lissabon erhofft er sich Linderung, doch dann lernt er das Mädchen in der Apotheke kennen. Wer ist sie und wieso sieht sie seiner geliebten Schwester ähnlich? Heimlich fängt er an, das Mädchen zu beobachten…

Booksnacks sind kleine Kurzgeschichten, die man schnell mal zwischendurch, auf dem Weg zu Arbeit oder beim Arzt lesen kann. Diese Geschichte hier ist gerade mal 20 Seiten lang und gehört zu den kürzen Geschichten.

Die Autorin wirft den Leser direkt in eine Situation hinein. Es ist düster, melancholisch und erst nach und nach erfährt man, was in der Vergangenheit alles geschehen ist, damit es zu dieser Stimmungslage kam. Man rätselt, was könnte mit der Schwester geschehen sein? Wieso sieht das Mädchen ihr so verblüffend ähnlich?

Man lernt den Engländer kennen und versteht nach und nach, in welcher Gemütslage er sich warum befindet. Dank des Schreibstils der Autorin, spürt man diese Stimmung regelrecht und kann sie ihm nachempfinden.

Das Ende bleibt offen, so dass man etwas ratlos zurückbleibt. Es bleibt der eigenen Fantasie überlassen, wie es nun weiter gehen könnte.

Fazit:
Die Idee mit den Booksnacks gefällt mir ausgesprochen gut, leider zählte diese Geschichte nun zu einer, die mir weniger gefallen hat, was zum einen an der Stimmung, aber auch an dem unvollendeten Ende gelegen hat.

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Kowa, Thomas: Salzstangen und Cola

Salzstangen und Cola
Thomas Kowa
Kurzroman
booksnacks.de
26. Juli 2016
Ebook
49

Frank Wessing fehlt es an nichts. Dank seiner Druckerpresse hat er sich ein sorgenfreies Leben beschert. Doch man munkelt, dass die Druckerpressen bald nichts mehr Wert sein würden. Zeit, sich dieser Dinger zu entledigen. Das Treffen mit dem Käufer ist schon vereinbart, jedoch hält sein Magen ihn auf der Toilette fest. Wird er es noch rechtzeitig zum Treffen schaffen?

Die Geschichte gehört wieder zur den Booksnacks. Das sind Kurzgeschichten, die man schnell zwischendurch, auf dem Weg zur Arbeit oder beim Warten auf den nächsten Termin lesen kann. Dieser Snack umfasst etwa 49 Seiten.

Als Leser begleitet man Frank Wessing, der ein wenig über sein Leben sinniert und dabei schon Pläne schmiedet, wie es nach dem Verkauf der Druckplatten weiter gehen soll. Auch seine Sorgen teilt er mit dem Leser, immerhin hält ihn ein schlimmer Durchfall auf der Toilette fest und  droht damit, das ganze Geschäft und seine weiteren Pläne platzen zu lassen.

Der Schreibstil hat mir schon beim letzten Booksnack von Thomas Kowa sehr gut gefallen. Er schreibt wortgewandt, aber auch sehr humorvoll und selbstironisch, wodurch die Geschichte trotz aller Tragik etwas Komisches an sich hat. Trotz der Kürze, ist die Geschichte in sich komplett und abgeschlossen.

Am Ende des Booksnack findet der Leser noch eine Leseprobe zu einem weiteren Buch von Thomas Kowa.

Fazit:

Ein kurzer Ausflug in die Welt des Verbrechens. Für unterwegs oder zwischendurch ein schönes Leseerlebnis für eine kurze Pause vom Alltag.

 

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Zecherle, Siegfried: Wonniger Donnerstag

Wonniger Donnerstag
Die 'booksnacks' Kurzgeschichten Reihe
Siegfried Zecherle
Humor
booksnacks.de
04. Oktober 2016
Ebook
8

 

Herr Z. ist Handwerker, sein Beruf fordert ihn und so freut er sich, dass er dann mal einen Tag lang ausschlafen und sich erholen kann. Doch dann kommt ein Anruf und plötzlich ist an Ausschlafen gar nicht mehr zu denken.  
Bei dem booksnack handelt es sich – wie der Name schon sagt – um einen kleinen Snack (etwa 8 Seiten). Perfekt für Zwischendurch, in der Mittagspause oder in der Straßenbahn. Schnell hat man sich in die Geschichte reingefunden und sie gelesen.
 
Auch wenn man nicht wirklich viel Zeit hatte, so konnte man doch Herrn Z. nachempfinden, wie er den Tag – einen wonnigen Donnerstag – erlebt hat. Die Geschichte ist rasant, aber als „Snack“ hat sie auch nicht viele Möglichkeiten länger zu sein.

 
Fazit:

Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen. Sie ist sehr komisch, aufmunternd und wäre eigentlich eher etwas für einen Montag, um beschwingt in eine neue Woche starten zu können. Denn schlimmer kann es doch nicht werden … oder?

 

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