Inusa, Manuela: Unter dem Mistelzweig

Unter dem Mistelzweig
Manuela Inusa
Weihnachtsroman
Amazon Media EU S.à r.l.
04. Oktober 2015
Ebook
152

Bei Lucy geht derzeit alles schief. Anfang des Jahres ist ihre Mutter gestorben und statt dies in Ruhe zu verarbeiten, hat sie sich in ihre Arbeit gestürzt. Doch kurz vor Weihnachten brennt die Kinderarztpraxis ab und Lucy wird in einen Zwangsurlaub geschickt. Mit ihrem Freund ist auch aus, so dass Lucy nicht weiß, was sie mit ihrer freien Zeit anfangen soll.

Ihre beste Freundin Dana dagegen wüsste da etwas. Kurzerhand hat die sich auf die Suche gemacht und Lucys tot geglaubten Vater ausfindig gemacht. Dana drängt Lucy dazu, nach Montana in das kleine Städtchen Pineville zu fahren. Immerhin würde dort ihr Vater leben und sogar als Bürgermeister arbeiten.

Nach einigem Zögern, fährt Lucy schließlich los und findet in dem kleinen Ort nicht nur ihren Vater, sondern noch so manch andere Überraschung.

Die Geschichte beginnt mitten im Leben von Lucy. Nach und nach lernt der Leser Lucy, ihre Situation und ihre Sorgen kennen. In 24 Kapiteln begleitet der Leser Lucy zu ihrer ganz persönlichen Traumweihnacht.

Bei dem eBook handelt es sich mit rund 150 Seiten eher um eine Kurzgeschichte. Dennoch hätte ich mir an mancher Stelle gewünscht, Lucy und auch die anderen Protagonisten besser kennen lernen zu können. Auch kamen mir manche Kapitel eher wie eine Zusammenfassung oder Inhaltsangabe vor. Gerade an diesen Stellen wurde der Lesefluss, welcher sonst sehr flüssig, leichtgängig und flott war, doch etwas gestoppt und geriet ins Stolpern.

Fazit:
Insgesamt jedoch hat mir das eBook gut gefallen und ich werde die Autorin im Auge behalten. Das nächste Buch – dieses Mal in gedruckter Form – fand dank der insgesamt schönen Schreibweise schon seinen Weg zu mir.

Troni, Angela: Kater Flo und das Weihnachtswunder

Kater Flo und das Weihnachtswunder
Kater Flo 2
Angela Troni
Weihnachtsroman
Rütten & Loening
4. Oktober 2013
Hardcover
144

Der schwarz-weiße Kater Flo hat endlich wieder ein gemütliches Zuhause. Nachdem im ersten Buch einen hektischen Umzug inklusive Dosenöffnerwechsel erleben und verkraften musste, kann er sich mittlerweile wieder auf die wesentlichen Dinge im Leben konzentrieren. Dazu gehören seine beiden Dosenöffner, sein angestammtes Revier und seit neustem auch die Katzendame Shamila.

Leider ist ihr Besitzer, Herrn Scheuermann, nicht von der verträglichen Sorte. Als griesgrämiger Rentner macht er seinem Ruf alle Ehre und bereitet Heike, der Dosenöffnerin von Flo, jede Menge Kummer und Sorgen.

Heike arbeitet als Ergotherapeutin und hat ihre Praxis im Erdgeschoss des Hauses, in dem sie alle wohnen. Allerdings sind manche Kinder laut und durch den Praxisbetrieb herrscht ein ständiges Kommen und Gehen. Das stört Herrn Scheuermann und er möchte sich das nicht länger bieten lassen.

Aber auch der kleine Tim bereitet Heike Kopfzerbrechen. Sein Vater möchte den Jungen schnellstmöglich auf eine Förderschule schicken, die zugleich ein Internat ist. Dabei braucht der Junge, der wohl unter ADHS leidet, nur ein wenig mehr Aufmerksamkeit und Verständnis. Alle Versuche von Heike, zwischen Vater und Sohn zu vermitteln, scheitern schon im Ansatz. Dennoch kämpft Heike, damit Tim ein Wechsel, vor allem mitten im Schuljahr, erspart bleibt. Denn Weihnachten steht vor der Tür und damit auch noch die Vorbereitungen für das Fest. Heike ist sichtlich überfordert.
Als sich die Situation zuspitzt, muss Kater Flo, trotz seines stolzen Alters, handeln...

Das Buch ist die Fortsetzung von "Der entlaufene Weihnachtskater", die letztes Jahr erschienen ist. Die Geschichte setzt rund ein Jahr nach dem Buch an.
Zunächst gibt Kater Flo einen kurzen Rückblick auf das erste Buch und wie er in die derzeitige Lage geraten ist. Auch Tim wird kurz mit seinen Problemen vorgestellt und man versteht als Leser schnell, wie der Junge mit sich und seinem Vater zu kämpfen hat.

Dann geht die Geschichte richtig los und man trifft Heike wieder, auf die kurz vor Weihnachten alles einbricht. Ärger mit einem Mitmieter, Sorgen zu einem Patienten, Weihnachtsvorbereitungen und dann ist auch noch der Freund beruflich unterwegs. Man kann die Situation, in der Heike sich befindet, gut erfassen und möchte ihr selbst gerne helfen.
Das Buch ist in mehrere kleine Kapitel unterteilt, die den Lesefluss anregen. Jedes Kapitel wird zudem mit einem Schattenbild einer Katze verziert. Die Geschichte dreht sich vor allem um Heike und Tim. Kater Flo hat in diesem Buch eher eine untergeordnete Rolle.

Durch die Einführung von Kater Flo, ist die Kenntnis des ersten Buches nicht zwangsläufig notwendig. Die Handlungsweisen der Protagonisten sind nachvollziehbar und schlüssig. Auch wenn das Buch eher ruhig ist, ist es dennoch spannend. Man fiebert mit Heike mit, ob Tim auf seiner Schule bleiben darf und sich die Situation zwischen ihm und seinem Vater bessert. Auch hofft man, dass Herr Scheuermann endlich mit sich reden lässt und sich die Nachbarschaftsstreitigkeiten entspannen.
Zeitweise hatte ich auch Angst um Flo. Er ist mit seinen zwölf Jahren nicht mehr der Jüngste und die ganzen Probleme, die er im Laufe des Buches beschreibt, machten mir schon Kummer, dass er die ganze Aufregung nicht verträgt. Doch seine angebetete Shamila gibt ihm neue Lebenskraft.

Leider ist der Ausflug zu Kater Flo und den Seinen wieder viel zu kurz. Nach rund 140 Seiten als dünnes Hardcoverbuch gebunden, muss man Kater Flo pünktlich zum Weihnachtsfest wieder verlassen und hoffen, dass man ihn im nächsten Jahr wiedersieht.

Fazit:

Ein witziger, nachdenklicher und unterhaltsamer Vorweihnachtsroman, der den Leser für eine kurze Zeit zur Ruhe kommen und den Alltagsstress vergessen lässt. Nicht nur für Katzenfreunde eine Empfehlung.

Reihe:
1. Der entlaufene Weihnachtskater
2. Kater Flo und das Weihnachtswunder

Schier, Petra: Vier Pfoten und das Weihnachtsglück

Vier Pfoten und das Weihnachtsglück
Petra Schier
Weihnachtsroman
Rütten & Loening
4. Oktober 2013
Hardcover
176

Völlig beschwipst lässt sich die 18jährige Sophie Lamberti von ihrer Schwester zu einer Wette verleiten. Sie schreibt eine Wunschzettel-Email an den Weihnachtsmann. Inhalt: Sie wünscht sich, im 10 Jahren einen Mann und idealerweise einen Hund zu haben. Zwar glaubt sie schon lange nicht mehr an den Weihnachtsmann, aber wünschen darf man doch?

Zehn Jahre später hat Sophie es geschafft. Ein Großauftrag für ihre Firma winkt. Als selbstständige Fotografin darf sie eine Artikelreihe der Zeitschrift Zeitschritte begleiten und die Fotos dazu beisteuern. Allerdings muss sie dafür mit dem Journalisten Carsten Braumann zusammenarbeiten. Wäre eigentlich kein Problem, hätte Sophie nicht kurz zuvor einen unangenehmen Zusammenstoß mit ihm auf dem Parkplatz eines Einkaufscenters gehabt.

Seit diesem Vorfall fliegen zwischen den beiden die Fetzen und dann sollen sie auch noch zusammen arbeiten? Unmöglich! Doch Sophie reißt sich zusammen, immerhin braucht sie den Job.

Auch Carsten kann sich eine andere Partnerin besser vorstellen als ausgerechnet Sophie. Doch er hat ganz andere Sorgen. Erst kürzlich ist er umgezogen. Er möchte endlich eine Frau kennenlernen, die sich für ihn als Mensch und nicht immer nur für sein Geld interessiert. Als Juniorchef der B-Media-Group ist das in seinen Augen nur durch eine Täuschung möglich. Daher hat er sein schickes Loft durch eine kleine Wohnung mit IKEA-Möbeln ausgetauscht. Doch dann taucht unverhofft seine Schwester Elena bei ihm in seiner neuen Wohnung auf und drängt ihm ihren Hund auf. Aber nicht nur vorrübergehend. Nein, Elena möchte verreisen, in die Karibik, mit ihrem Verlobten, ihrer Arbeit, aber ohne Hund. Daher schenkt sie kurzerhand Carsten ihre Cockerspanieldame Lulu. Carsten ist zunächst völlig überfordert. Die neue Artikelreihe, der Umzug und dann auch noch ein Hund? Das kann doch nur schiefgehen.

Zeitgleich poppt beim Weihnachtsmann eine Email auf. Das Erinnerungssystem zeigt ihm den Wunschzettel von Sophie von vor zehn Jahren an. Schnell hat er einen Plan, wie er Sophie und Carsten zusammenbringen kann. Gemeinsam mit seinen Elfen tüftelt er an der Umsetzung. Doch dann geht plötzlich alles schief, als Sophie hinter die Wahrheit von Carstens Abstammung kommt.

Jetzt kann nur noch Lulu weiterhelfen ...

Meinung zum Buch:

Die Weihnachtszeit nähert sich mit Riesenschritten. Was liegt da näher, als sich mit der entsprechenden Lektüre weihnachtlich einzustimmen?

Das Buch ist die Fortsetzung von Vier Pfoten unterm Weihnachtsbaum, in dem Tessa Lamberti, die Schwester von Sophie, sowohl auf den Hund wie auf den Mann kommt.

Der Prolog besteht aus dem Wunschzettel von Sophie, der den Leser gleich richtig auf die Geschichte einstimmt.

Wie alle gebundenen Weihnachtsbücher von Petra Schier aus dem Rütten & Loening verlag, ist auch dieses hier ein kleines schmales Hardcover - Buch. Das Cover passt thematisch zum Titel und zeigt eine wichtige Figur des Buches - die Cockerspanieldame.

Das Buch ist passend zur Adventszeit in 24 Kapitel unterteilt. Es ist allerdings nahezu unmöglich, wirklich jeden Tag bis Weihnachten nur ein Kapitel zu lesen. Denn Petra Schier schafft es, den Leser nach einigen Seiten so an das Buch zu fesseln, dass man es im Nu ausgelesen hat.

Die Handlung wird sowohl aus Sicht des Weihnachtsmannes, aus Sicht der kleinen Cockerspanieldame Lulu und in auktorialer Erzählweise beschrieben. Die Szenen, in denen Lulu zu Wort kommt", wurden kursiv gedruckt und sind daher schnell und einfach zu erkennen.

Sowohl Carsten als auch Sophie werden schnell für den Leser plastisch. Beide wirken auf ihre Art sympathisch, auch wenn sie sich gegenseitig gerne an die Gurgel gehen würden. Lulu, die eine besondere Rolle in dem Buch inne hat, wirkt durch den Schreibstil von Petra Schier wie ein kleiner Hund, ein recht verwöhnter, aber doch wohlerzogener dazu.

Gerade mal 176 Seiten hat das Buch, doch es steckt sehr viel mehr darin, als einfach nur eine nette Geschichte zu Weihnachten. Beide Protagonisten lernen und entwickeln sich im Laufe des Buches. Nicht nur zwischenmenschlich, auch die Beziehung zu einem Haustier wird dabei angesprochen.

Die Geschichte endet nicht mit dem 24. Kapitel. Es gibt noch einen kleinen Epilog, der am ersten Weihnachtsfeiertag spielt. Mit diesem Epilog lässt Petra Schier das Buch ruhig ausklingen und schafft dabei eine Grundlage, auf der eine Fortsetzung durchaus denkbar und möglich wäre.

Auch wenn das Buch die Fortsetzung von Vier Pfoten unterm Weihnachtsbaum ist, kann es dennoch separat gelesen werden. Im ersten Band stand Tessa Lamberti im Vordergrund, in diesem ihre Schwester Sophie.

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Meinung zum Hörbuch:

Das Hörbuch wird von Günter Merlau gesprochen. Etwa 4 Stunden und 30 Minuten dauert der Hörgenuss und wurde auf 4 Cds gepackt. Es handelt sich dabei um eine ungekürzte Lesung.

Die Stimme von Günter Merlau ist sehr angenehm, warm und dabei voll. Den männlichen Protagonisten, allen voran natürlich Carsten, haucht Günter Merlau mit seiner Stimme einen passenden Charakter ein. Sehr schnell hat man ein Bild von dem geheimnisvollen Journalisten. Bei den weiblichen Protagonisten, wie beispielsweise Sophie, kommt es einem immer so vor, als wären diese ständig außer Atem. Hektisch gesprochen, hohe Stimmlage, aber die Satzenden immer etwas abgehakt und atemlos. Man konnte zudem die männlichen Parts besser voneinander unterscheiden als die weiblichen. Diese klangen alle sehr ähnlich von der Stimmlage, Betonung und Atemlosigkeit.

Am besten aber gefiel mir Lulu. Hier schaffte es Günter Merlau der Hündin regelrecht Leben einzuhauchen. Bildlich tauchte sie mir während des Hörens vor dem inneren Auge auf und ich freute mich immer, wenn Lulu mal wieder zu Wort" kam.

Auch wenn mir die weiblichen Parts nicht so gefallen haben, so hatte ich doch meinen Spaß mit dem Hörbuch und ließ mich in eine vorweihnachtliche Stimmung davon versetzen.

Fazit:
Ein witziger, nachdenklicher und unterhaltsamer Vorweihnachtsroman, der den Leser für eine kurze Zeit zur Ruhe kommen und den Alltagsstress vergessen lässt. Nicht nur für Hundefreunde eine Empfehlung.

Troni, Angela: Der entlaufene Weihnachtskater

Der entlaufene Weihnachtskater
Kater Flo 1
Angela Troni
Weihnachtsroman
Rütten & Loening
25. September 2012
Hardcover
144

Schon in vorweihnachtlicher Stimmung und als Katzenfan, musste dieses Buch gleich mit. Erzählt wird die Geschichte von Kater Flo, der - ehe er es sich versieht - zu einem Trennungskater wird. Und das in der Vorweihnachtszeit.

Ca. zwei Wochen vor Weihnachten trennen sich seine beiden Dosenöffner. Leider wird er gezwungen, zu dem weiblichen Dosenöffner zu ziehen. Ohne Freigang, in einer kleinen Wohnung in der dritten Etage, ohne Lieblingsplatz auf dem Kaminsims und ohne seinen Lieblingsmenschen, beschließt Flo, dass sich seine derzeitige Lage drastisch ändern muss.

Als ihn dann sein Lieblingsmensch zur Kurzzeitpflege mitnimmt und die Putzfrau die Balkontür einen Spalt weit offen stehen lässt, sieht Flo seine Chance gekommen.
Aber wird er zurecht kommen in einem fremden Revier ohne rettendes Zuhause? Wie reagieren seine Dosenöffner? Und wer wohnt nun in seinem alten gemütlichen Zuhause?

Die Geschichte beginnt ruhig und entspannt. Im Prolog beschreibt Kater Flo, wie froh er ist, dass das ganze Theater mit Umzug und dem danach folgenden Stress vorbei ist und man spürt regelrecht, wie wohlig warm und gemütlich er es sich auf seinem angestammten Lieblingsplatz auf dem Kaminsims gemacht hat. Da möchte man sich als Leser gleich mit einer warmen Tasse Tee dazu kuscheln - wenn denn genug Platz auf dem Sims wäre. Aber zuerst muss der Leser herausfinden, wovon der Kater sich eigentlich erholen muss und das wohlig warme Gefühl weicht einem vom Umzug gestressten und leicht durch den Wind gebeutelten.

Wie viele gebundene Weihnachtsbücher dieser Zeit, ist auch dieses hier ein kleines schmales Hardcover - Buch. Das Cover passt thematisch zum Titel und zeigt Flo - einen schwarz-weißen Kater.

Das Buch ist in mehrere Kapitel unterteilt und die Sichtweise wechselt nach einem Kapitel immer mal wieder. So begleitet der Leser zum einen die beiden Dosenöffner von Flo - Katrin und Olaf, aber auch Flo und Heike. Zu Beginn ist noch nicht ganz klar, mit wem Flo gemütlich vor dem Weihnachtsbaum relaxt und auch Heikes Rolle in der Geschichte ist noch fraglich. Aber nach und nach klärt sich alles auf.

Die Handlungsweisen lassen sich gut nachvollziehen und die Handlung ist in sich logisch und schlüssig. Die Geschichte ist spannend geschrieben und sogar bei den Revierkämpfen möchte man Flo am liebsten unterstützen, so lebendig wurden diese beschrieben.

Das Buch erstreckt sich über einen Zeitraum von ca., zwei Wochen und man ahnt nicht, was da alles passieren kann. Ehe man es sich versieht, ist die turbulente Geschichte vorbei und man relaxt wieder zusammen mit Kater Flo auf dem Kaminsims.

Fazit:

Ein witziger und spannender Roman, der den Leser weihnachtlich einstimmt, verpackt in eine schöne Liebesgeschichte. Für Katzenfans eine Empfehlung!

Schier, Petra: Kleines Hundeherz sucht großes Glück

Kleines Hundeherz sucht großes Glück
Petra Schier
Weihnachtsroman
MIRA Taschenbuch
9. November 2015
Hardcover
304

Weihnachten naht und Santa hat ein großes Problem. Vor etwa 27 Jahren hat er einen Wunschzettel von einem kleinen verzweifelten Jungen bekommen. Diesen hat er bis heute nicht erfüllt und sich seither irgendwie davor … gedrückt. Doch nun will er tätig werden und dafür braucht er die Hilfe eines kleinen, weißen, flauschigen Hundewelpen namens Amor.

Auf der Erde ist Lidia Rosenbaum noch als Einzige der Rosenbaumkinder nicht liiert und vergräbt sich mehr in der Arbeit, statt irgendwo auf Männersuche zu gehen. Als in der Sozialisation die Köchin ausfällt, meldet sich Lidia aushilfsweise als Ersatz. Aber nicht genug mit ihrem Einsatz am Herd, der sogleich alle begeistert und in kulinarische Höhen entführt, auch der verschlossene Sozialarbeiter Noah hat es ihr angetan. Aber können Vanillekipferl seine harte Schale durchbrechen, oder bedarf es dafür dann doch eher die Schlagkraft eines kleinen flauschigen Hundes?

Das Buch gehört zu den Weihnachtsbüchern, in denen die Familie Rosenbaum immer wieder mit Santa Claus zu tun hat, wenn auch indirekt. Nun ist also der jüngste Spross der Familie dran. Und wieder nutzt Santa die Hilfe eines kleinen Hundes, auch wenn der Kleine in dieser Geschichte reichlich kurz kommt. Mehr im Vordergrund stehen zum einen Lidia, zum anderen Noah. Nach und nach lernt man als Leser die beiden Protagonisten kennen und verstehen.

Da die Perspektive immer wieder wechselt, kann man auch an den Gedanken und Beweggründen der einzelnen teilhaben und so ihre Handlungsweisen gut nachvollziehen.

Der Roman ist in 25 Kapitel unterteilt, so dass sich das Buch auch wunderbar als Adventskalender (inkl. dem ersten Weihnachtsfeiertag) eignet. Das klappte bei mir jedoch nicht. Kaum hatte ich angefangen zu lesen, die erste Szene war natürlich wieder Santa gewidmet, musste ich auch gleich weiterlesen. Manchmal wunderte ich mich, oft lachte oder grinste ich beim Lesen, aber auf jeden Fall habe ich mich wohlgefühlt, alte Freunde wiedergetroffen und mich bestens unterhalten.

Einige Szenen sind zwar vorhersehbar, aber das störte mich weniger, denn so konnte ich mich gut beim Lesen entspannen. Erwähnen möchte ich noch das zauberhafte Cover, das wohl den kleinen Amor zeigen soll. Nicht nur sieht der Hundewelpe niedlich aus, auch ist der Titel in silbriger Glitzerschrift geschrieben.

Wer am Ende des Buches noch nicht genug von der Geschichte hat, findet am Ende des Buches noch zwei Rezepte, die man nachbacken kann.

Fazit:
Ein schöner, leichter und vor allem unterhaltsamer Roman, bei dem ich alte Freunde wiedergetroffen habe und der mich wunderbar weihnachtlich eingestimmt hat.