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Ende 2021 erreichte mich eine Mail mit der Werbung für ein Online-Whisky-Tasting, eine „Flüssige Lesung“ mit Jürgen Deibel. Der Name sagte mir etwas, aber Whisky und ich? Nur selten genieße ich das Getränk und ich garantiert bin kein Experte. Doch reizte mich etwas an dem Gedanken, online ein solches Event mitzumachen.
Alleine? Nein, das kam für mich nicht in Frage. Aber ich kannte jemanden, der sich mit Whisky deutlich besser auskannte als ich und fragte ihn. Die Zusage kam umgehend und so meldete ich uns beide bei dem Tasting an.
Kurz vor Weihnachten kamen die beiden Testpakete an. Kleine Fläschchen in einem Pappkarton. Diesen galt es bis heute aufzubewahren.
Ein paar Tage vor dem Tasting kam ein Link per Mail, mit diesem konnten wir uns dann heute in einen Zoom-Meetingroom einloggen. Wir saßen zusammen vor dem Bildschirm, vor uns die 12 kleinen Fläschchen der Reihenfolge nach aufgereiht, 6 Whisky-Gläser, eine Pipette, ein großes Glas stilles Wasser, ein Geschirrhandtuch, für jeden ein Trinkglas mit Wasser und natürlich Papier, Stift und das Smartphone für Bilder.
Fertig lesen: 12.01.2022: Flüssige Lesung mit Jürgen Deibel – Online-Whisky-Tasting





Und so quäle ich mich über Serpentinen immer weiter den Berg hinauf, ständig auf der Suche nach dem Hambacher Schloss, das irgendwo in den Wolken auf dem Berg vor mir thronen muss.
Schließlich geht es nicht mehr weiter, das Ende des Weges ist erreicht, aber über mir sitzt eine trutzige Festung auf einem Hügel und wartet darauf, dass ich dort vor dem Regen Zuflucht suche. Der Aufstieg hat es in sich, mit Gepäck und schneller Gangart, um doch einigermaßen trocken oben anzukommen.