von Wild, Johanna: Der Meister der Karten

Der Meister der Karten
Johanna von Wild
Historischer Roman
Gmeiner-Verlag
13. März 2024
Broschiert ‏
416

 

Der Meister der Karten – Johanna von Wild
Herausgeber ‏ : ‎ Gmeiner-Verlag; 2024. Edition (13. März 2024)
Sprache ‏ : ‎ Deutsch
Broschiert ‏ : ‎ 416 Seiten
ISBN-10 ‏ : ‎ 3839205743
ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3839205747

Freiburg im Breisgau, 1478: Martin Waldseemüller möchte nicht in die Fußstapfen seines Vaters treten und Metzger werden. Viel lieber würde er lernen und Kosmographie studieren. Erst als sich der örtliche Pfarrer für ihn einsetzt, stimmt der Vater einem Schulbesuch zu.

Martin geht völlig auf in einer Welt, in der er die sieben Künste, aber auch die Kosmographie studieren kann. Zeitgleich stechen immer mehr portugiesische und spanische Seefahrer in See. Ihr Ziel – einen noch unbekannten Weg nach Indien zu finden. Dabei stoßen sie auf neue Länder und Insel und fangen so an, die bislang bekannten Karten neu zu gestalten.

Nach langem Zögern begibt sich Martin auf die Reise nach Lissabon, um dort mehr von den Seefahrern zu erfahren. Doch kaum in Lissabon angekommen, lernt Martin die schöne Elena kennen und lieben, aber Elena ist verheiratet.

Fertig lesen: von Wild, Johanna: Der Meister der Karten

Interview mit Mac P. Lorne zu “Sie nannten ihn Cid”

Carmens Bücherkabinett: Wie bist Du auf den spanischen Nationalhelden gekommen und was fasziniert Dich an ihm?

Mac P. Lorne: Auf „El Cid“ stieß ich das erste Mal als kleiner Junge als meine Tante mit mir in den amerikanischen Monumentalfilm mit Charlton Heston und Sophia Loren ging. Allein hätte ich noch nicht hineingedurft. Und seither immer wieder. Mein Roman „Der Herzog von Aquitanien“ spielt zu großen Teilen in Nordspanien, da war es unvermeidbar. Christina, die Tochter des Cid, war Stammmutter des Geschlechts, aus dem Berengaria, die Gemahlin von Richard Löwenherz, stammte, und selbst Robin Hood kämpfte in „Das Blut des Löwen“ in der Schlacht von Las Navas de Tolosa gegen die Mauren und wandelte auf den Spuren des Cid. Es war also nahezu unvermeidlich, dass ich ihn mir selbst einmal vornehmen musste.

Und was mich an ihm fasziniert? Er reiht sich in die Reihe der Protagonisten ein, mit denen ich mich vor ihm beschäftigt habe. Sie tun selten, was man von ihnen erwartet, sondern gehen ihre eigenen Wege, die sie für richtig halten. Der Cid war z.B. nie ein kompromissloser Vasall seines Königs, sondern forderte seinen Lehnsherrn oft genug heraus. Loyalität ja, aber nur, wenn sie auf Gegenseitigkeit beruhte. Und daran ließ Alfonso VI. es oft missen, verbannte seinen erfolgreichen Gefolgsmann gleich zweimal, was diesen veranlasste, sein eigenes Reich zu gründen. Sklavischer Kadavergehorsam war nicht das Ding des Cid, und das imponiert mir an ihm, denn es war zur damaligen Zeit keineswegs selbstverständlich.

Und er war ein Wanderer zwischen den Welten, hatte keine Berührungsängste zur maurischen Kultur. Im Gegenteil, er beherrschte arabisch in Wort und Schrift, ebenso wie das Lateinische. Ein unschätzbarer Vorteil im Spanien des 11. Jahrhunderts! Der Cid verbündete sich mit gemäßigten Mauren in den Emiraten von al Andalus gegen deren fanatische Glaubensbrüder aus Nordafrika und kämpfte Seite an Seite mit ihnen gegen die Almoraviden. Er war also keineswegs ein Held der Reconquista, wie gern behauptet wird, sondern ein Mann, der in schwerer Zeit tat, was ein Mann tun musste, wie Winston Churchill einmal sagte.

Carmens Bücherkabinett: Wie stellte sich die Recherche dar, da die Quellen zu El Cid doch recht dürftig zu sein scheinen?

Mac P. Lorne: Nun, es gibt schon eine Reihe von Veröffentlichungen über Don Rodrigo de Vivar, wie sein eigentlicher Name lautete. Allerdings keinen Roman über ihn, zumindest nicht im deutschsprachigen Raum. Erste Quellen hatte ich schon bei der Recherche zu den oben genannten Büchern gefunden. Und wenn man einmal ein Ende des Fadens hat, wird es leichter, ihn aufzurollen. In der Bibliographie am Ende des Romans verweise ich explizit auf die zu Rate gezogenen Literatur.

Fertig lesen: Interview mit Mac P. Lorne zu “Sie nannten ihn Cid”

Wenn der Tod unsterblich macht – Die Geschichte einer spanischen Legende

 

 

In diesem Jahr stehen 12 Titel auf der HOMER Shortlist, die nacheinander auf 11 Blogs vorgestellt werden. Ich darf mich dem zweiten Buch (Sie nannten ihn Cid – Mac P. Lorne) auf der Liste widmen, die chronologisch nach der Zeit, in der die Geschichte spielt, sortiert ist. Der Autor war mir bereits bekannt, die Geschichte um eine spanische Legende jedoch nicht. Doch das sollte sich schnell ändern.

 

Sie nannten ihn Cid. Eine spanische Legende – Mac P. Lorne
Herausgeber ‏ : ‎ Knaur TB; 2. Edition (2. November 2021)
Sprache ‏ : ‎ Deutsch
Broschiert ‏ : ‎ 592 Seiten
ISBN-10 ‏ : ‎ 3426526301
ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3426526309

Inhalt:

Kastilien, 1063: Der junge Rodrigo Díaz de Vivar lebt am Hofe Königs Ferdinand I. von León. Unter seiner Führung wächst der Junge nicht nur heran, sondern steigt schon bald zu einem wichtigen Kämpfer und Ratgeber des Königs auf.

Nach dem Tod König Ferdinand I. hält Rodrigo, den man inzwischen El Cid nennt, dem ersten Sohn des verstorbenen Königs Sancho II. von Kastilien die Treue. Doch bald schon muss Rodrigo erkennen, dass Verrat, Intrigen und auch Brudermord keine Seltenheit sind und gerät zwischen die Fronten. Auch die Liebe seines Lebens bleibt von Intrigen nicht verschont und schon bald weiß Rodrigo nicht mehr, wem kann er noch vertrauen und vor allem, wem soll seine Treue gelten?

Fertig lesen: Wenn der Tod unsterblich macht – Die Geschichte einer spanischen Legende

Weiß, Sabine: Krone der Welt








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21. Dezember 2020




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689



Der 11jährige Vincent lebt mit seinem jüngeren Bruder Ruben und der kleinen Schwester in Antwerpen. Ihr Vater ist dort als Baumeister tätig und Vincent schaut ihm gerne mal über die Schulter. Doch die Stadt wird belagert und Essen ist knapp. Ein Religionskrieg ist entbrannt und die Stadt droht an die Spanier zu fallen.

Als die Stadt schließlich eingenommen wird, flieht Vincent mit seinem Vater und den Geschwistern nach Amsterdam. Die Stadt ist im Wandel und strebt nach höherem, aber kann Vincent seinen Teil dazu beitragen? Immerhin gibt es noch andere Baumeister und er ist ein mittelloser Zugezogener…

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