Caboni, Cristina: Die Rosenfrauen

Die Rosenfrauen
Cristina Caboni
Liebesroman
blanvalet
22. Juni 2015
Taschenbuch
480

 Elena Rossini entstammt einer Familie begnadeter Parfümeurinnen, allerdings wehrt sich Elena zunächst gegen diese Tradition und arbeitet lieber im Restaurant ihres Verlobten. Doch eines Tages erwischt Elena ihn beim Fremdgehen und eine Welt bricht für sie zusammen.
Von ihrer Freundin Monique lässt sich Elena überreden, nach Paris zu ziehen. Dort stellt sie sich ihrem Schicksal und entdeckt ihre Liebe zum Parfüm wieder. Auch möchte sie endlich – wie schon viele andere vor ihr – das Geheimnis des perfekten Parfüms entdecken.
Alleine macht sie sich auf die Suche, doch nach und nach muss Elena feststellen, dass sie gar nicht so alleine ist, wie sie zunächst dachte. Elena entdeckt bei ihrer Suche vor allem eins – sich selbst und die Liebe zu anderen Menschen…

Wie es das wunderschöne Cover verspricht, handelt es sich bei dem Buch um einen leichten, aber tiefgründigen Roman, bei dem es vor allem um Düfte und die Herstellung und Komposition von Parfüm geht.Der Einstieg in das Buch gestaltete sich schwer. Zwar ist der Schreibstil leichtgängig, doch fehlte es an Spannung. Auf den ersten Seiten habe ich mich schier gelangweilt, da die Handlung nicht recht vorankam und man auch nicht erkennen konnte, wohin die „Reise“ eigentlich gehen soll. Aber ich habe durchgehalten und nach und nach wurde das Buch besser, spannender und vor allem interessanter.

Elena wirkt mit ihrer Art manchmal ein wenig naiv, was gerade zu Beginn recht nerven kann. Aber bald erkennt man, dass sie einfach nur sehr verunsichert ist, was ihr eigenes Leben angeht. Zusammen mit Elena entdeckt der Leser, was ein richtig gutes Parfüm ausmacht. Wie Düfte oder Parfüms entstehen und wie man letztlich das für einen bestimmten Menschen passende Parfüm kreiert. Elena lässt den Leser teilhaben an ihrem Wissen und ihrer Arbeitsweise. Da merkt man deutlich, wie intensiv sich die Autorin mit der Materie beschäftigt hat und wenn man sich nur ein wenig darauf einlässt, findet man in dem Buch eine wahre Quelle an Wissen über Düfte und Parfüms.

Das Leben in Paris wird sehr farbenfroh geschildert. Elena macht eine Entwicklung durch, bei der sie nicht nur ihre angeborene Gabe als „Nase“ wieder entdeckt, sondern auch reifer wird und sich selbst findet.

Fazit:
Überwindet man die ersten Einstiegsprobleme, erwartet den Leser ein warmherziger Wohlfühlroman, der einen nicht, wie man anhand des Covers zunächst vermuten könnte, in die Welt der Maccarons entführt, sondern einem die Welt der Düfte vor die Füße legt.

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