Interview mit Sina Beerwald

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Sina Beerwald mit Vanessa auf Sylt            Foto: Carmen Vicari

Vanessa: Liebe Sina,

vielen Dank, dass ich Dir einige Fragen zu Deiner Dackel Max auf Sylt Reihe stellen darf.

Sehr gerne, liebe Vanessa. Ich freue mich darauf, deine Fragen zu beantworten.

Vanessa: Mich würde als erstes interessieren, kommen Dackel Max und Goldie zusammen und wie geht es mit den Besitzern im zweiten Band weiter? Magst Du schon etwas zum Inhalt verraten (Teil 2 erscheint am 28. März 2024)?

Im zweiten Band „Pfotenglück – Dackel Max auf Spurensuche“ geht es wieder in den Urlaub nach Sylt und damit genauso chaotisch, lustig und rasant weiter wie im ersten Teil. Dackel Max ist frisch verliebt und alles könnte entspannt sein -wären da nicht die beiden Kinder von Frauchens neuer Liebe. Ein Sack Flöhe ist gegen den vierjährigen Lasse ein Rentnerverein. Und plötzlich verschwindet die Teenager-Tochter Lisa spurlos! Natürlich wollen Max und sein Rudel helfen. Die Ermittlungen verlaufen kreuz und quer über die Insel, was zu aberwitzigen Situationen und spannenden Verwicklungen führt. Als auch noch der kleine Lasse verschwindet, müssen Max und sein Rudel ihren Leinenhaltern beweisen, was wirklich in ihnen steckt!

Vanessa: Wo schreibst Du am liebsten?

An meinem Schreibtisch (ein alter Sekretär) im Schein der Schreibtischlampe.

Vanessa: Wer oder was inspiriert Dich?

Meist sind es die Details am Rande. Kurze Begegnungen, Gespräche oder Eindrücke, die haften bleiben. Bei meinem historischen Roman „Die Goldschmiedin“ war es ein einziger Satz in einem dicken Sachbuch, der als zündender Funke wirkte. Die Idee zu meiner historischen Sylt-Saga rund um „Die Strandvilla“ kam mir bei der Betrachtung einer über hundert Jahre alten Postkarte. Und da ich mit einem Dackel aufgewachsen bin, war klar, dass ich diesen lustigen Hund auch mal in einem Buch auftreten lassen muss. Die Handlung dazu fiel mir auf einem Spaziergang mit meinem jetzigen Hund ein, der im Buch der beste Freund von Dackel Max ist.

Vanessa: Wie sieht ein normaler Tag bei Dir aus? Hast Du Rituale?

Kaffee, Kaffee und nochmal Kaffee. Ohne den geht gar nix. Ansonsten bin ich flexibel. Ein normaler Arbeitstag dauert bei mir zwischen zehn und zwölf Stunden, verteilt zwischen 7 Uhr morgens und Mitternacht.

Vanessa: Wie sehen Deine Recherchearbeiten aus?

Das kommt ganz auf das Buch drauf an. Ein historischer Roman ist natürlich aufwändiger. Da lese ich sehr viele Sachbücher und führe Gespräche mit Fachleuten. Da ich mal Wissenschaftliches Bibliothekswesen studiert und als Bibliothekarin gearbeitet habe, weiß ich, wie ich, wie ich suchen muss und auch an seltene Bücher drankomme. Für Dackel Max sind meine eigenen Erlebnisse und Erfahrungen die beste Recherchegrundlage, außerdem lebe ich auf Sylt und habe hier gefühlt schon jede Ecke erkundet und jeden Stein umgedreht – und trotzdem entdecke ich immer noch was, das mich erneut inspiriert.

Vanessa: Warum hast Du Dich gerade für die Insel Sylt entschieden?

Sylt war für mich schon immer meine Herzensheimat. Ich habe hier von Kindesbeinen an Urlaub gemacht und jedes Mal hatte ich das Gefühl, nach Hause zu kommen. Das habe ich an anderen Urlaubsorten nicht so erlebt. Im Jahr 2008 war es dann soweit und ich habe zwei Koffer gepackt,  mein altes Leben hinter mir gelassen und bin auf die Insel gezogen.

Vanessa: Was ist bis jetzt der schönste Moment in Deiner bisherigen Zeit als Autorin gewesen?

„Den schönsten Moment“ kann ich gar nicht bestimmen, weil es so viele „schönste Momente“ gibt. Jede Manuskriptabgabe, jede meiner Buchveröffentlichungen, die ich zum ersten Mal in Händen halte, jede Lesung mit tollem Publikum, jede Buchmesse mit spannenden Begegnungen – und so könnte ich die Liste noch lange fortsetzen. Mein Beruf schenkt mir ganz viele schöne Momente und das ist das Schönste.

Vanessa: Und zu guter Letzt: An was arbeitest Du gerade?

Momentan bearbeite ich das Lektorat meines Erlebnis-Reiseführers „22 Touren auf Föhr, die man gemacht haben muss.“ Da geht es darum, die Vorschläge meiner Lektorin ins Manuskript einzuarbeiten und letzte Fehler auszumerzen. Auch das gehört zu meiner Arbeit. Und wie man aufgrund der Genrevielfalt erkennt, ist meine Arbeit ziemlich abwechslungsreich. Langweilig wird es mir in meinem Beruf jedenfalls nicht.

Vanessa: Liebe Sina, vielen Dank für Deine Zeit und das interessante Interview.

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Sina Beerwald

Sina Beerwald, 1977 in Stuttgart geboren, hat sich bislang mit siebzehn erfolgreichen Romanen, darunter historische Romane und Sylt-Erlebnisführer, einen Namen gemacht. Sie ist Preisträgerin des NordMordAward und des Samiel Award. “Die Strandvilla” und “Das Dünencafé” waren auf der Shortlist beim LovelyBooks Leserpreis. 2008 wanderte sie mit zwei Koffern und vielen Ideen im Gepäck auf die Insel Sylt aus und lebt dort seither als freie Autorin.

Homepage der Autorin

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Hinweis: Das Interview wurde von der Nachwuchsbloggerin Vanessa geführt.

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