Müller, Hilke: Die Tochter des Gerbers

Die Tochter des Gerbers
Hilke Müller
Historisch
Club Premiere
2010
Gebundene Ausgabe
608

Die Autorin beschreibt in ihrem historischen Erstling das Leben einer eher unbekannten und für die Geschichte doch wichtigen Frau. Arlette ist die Tochter des Gerbers Fulbert aus Falaise. Als sie von dem Adligen Gilbert de Brionne vergewaltigt und schwanger wird, ändert sich ihr Leben schlagartig. Die für sie vorgesehene Ehe ist nicht mehr möglich. Sie bekommt das kind und lebt daher weiterhin auf dem elterlichen Hof. Doch als Gilbert von der Geburt seines Sohnes erfährt, setzt er alles dran, diesen in seine Hände zu bekommen. Arlette will sich das nicht gefallen lassen und kämpft vor dem Grafen Robert um ihren Sohn und wird damit unverhofft zur Geliebten des Grafen und späteren Herzogs der Normandie...

Das Buch beginnt sehr schnell und gerade die Schlüsselrolle mit der Vergewaltigung nimmt man als Leser kaum wahr. Als Arlette dann an den Hof geht und die Geliebte von Robert wird, steigt die Spannung zusehens an. Der Leser wird regelrecht mit den Geschehnissen um Arlette und die politischen Ereignisse mitgerissen. Arlette bekommt noch weitere Kinder und als Frau kann man ihre Angst und ihren Kampf um ihre Kinder gut nachfühlen. Aber auch die historisch-politischen Aspekte kommen hier nicht zu kurz.

Eine sehr gelungene Geschichte um Arlette, die durch ihre Freundschaft zur Hebamme Godhild abgerundet wird.

Das Ende kam mir allerdings zu abrupt. Hier hätte ich mir einen schönen Ausklang der Geschichte gewünscht.

Dennoch ist es ein empfehlenswertes Buch, das einen mitnimmt auf eine abenteuerliche Reise in eine andere Zeit.

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