Schier, Petra: Das Haus in der Löwengasse

Das Haus in der Löwengasse
Petra Schier
Historisch
rororo
1. September 2012
Taschenbuch
352

 

Die Vollwaise Pauline Schmitz findet bei ihrem Onkel Unterschlupf. Von ihm erhält sie eine um fassende Ausbildung, aber leider kein Erbe. Kurz nach dem Tod ihres Onkels muss sie sich daher auf Stellensuche begeben und landet in Bonn bei einer Familie als Gouvernante. Doch der Hausherr hat ganz andere Dinge mit ihr im Sinn und nach nicht mal drei Monaten steht Pauline ohne Arbeitszeugnis wieder auf der Straße. Ihr Weg führt sie nach Köln, vor die Tür der Familie Stein. Wie es der Zufall so will, sucht Familie Stein eine Magd. Pauline willigt überrascht ein, auch wenn ihre Kenntnisse als Magd eher dürftig sind.

Im Laden des Herrn Stein stolpert Pauline über den Witwer Julius. Für beide ist es ein prickelnder Moment, der schnell vergeht. Auf einer Feier der Familie Stein trifft sie ihn jedoch wieder und schon bald holt Julius sie als Gouvernante für seine beiden Kinder in sein Haus in der Löwengasse. Ehe sich Julius versieht, krempelt Pauline alles in seinem Leben um …

Der neuste Roman der Autorin Petra Schier ist im 19. Jahrhundert angesiedelt und sticht daher aus der Reihe ihrer Werke heraus. Bisher immer im Mittelalter vertreten, wagte sich die Autorin auf ein ganz neues Gebiet und meistert diese Herausforderung mit Bravour. Das Buch beginnt mit dem Rauswurf von Pauline bei ihrer ersten Stellung als Gouvernante. Nach und nach erfährt der Leser, was alles davor in Paulines Leben vorgefallen war und was zu dem Rauswurf geführt hat. Sehr schnell ist der Leser gefesselt und lässt sich mitnehmen in das Leben von Pauline, ihr Leid und ihre Verzweiflung sind fühlbar und nachvollziehbar.
Dank ihrer Erziehung versucht Pauline immer vernünftig und überlegt zu handeln und steht sich dabei nicht nur einmal selbst im Weg.

Neben der eigentlichen Geschichte, erfährt der Leser auch viel über das Leben zu jener Zeit und den Umgang mit Mägden und Gouvernanten.
Viel zu schnell sind die rund 350 Seiten ausgelesen und man hofft, dass es eine Fortsetzung von Pauline und Julius geben wird.

Fazit:
Ein wundervolles Buch, das ich vor allem Lesern von Jane Austen und Emily Brontë ans Herz legen möchte.

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