Sabbag, Britta: Pinguinwetter

Pinguinwetter
Britta Sabbag
Liebesroman
Bastei Lübbe
22. Juni 2012
Taschenbuch
256

 

Charlotte arbeitet in einem Verlag als Lektorin und hofft auf eine Beförderung. Sie wird auch befördert, nur leider auf die Straße. Betriebsbedingte Kündigung nennt sich das. Am Boden zerstört will sie sich mit ihrem Tröstliebhaber aufmuntern. Das klappt soweit auch, bis dieser ihr nach einer heißen Liebesnacht eröffnet, dass sie sich nicht mehr sehen können. Er möchte heiraten und zwar eine andere.

Charlottes Freundinnen möchten sie trösten, aber die eine – Mona – lebt in ihrer Filzwelt und Trine – wieder schwanger
– sieht Charlotte vor allem als praktischen Babysitter ihres hyperaktiven drei- bis fünfjährigen Sohnes Finn.

Als Patentante nimmt Charlotte Finn dann schließlich mit in den Zoo. Beim Pinguingehege kommt es dann zu einem Unfall, bei dem Charlotte ihren Traummann trifft. Anstatt ihn aber festzuhalten, lässt sie ihn ziehen, ohne irgendwelche Kontaktdaten ausgetauscht zu haben.

Und damit die Woche von Charlotte noch schön zu Ende gehen kann, hat sie ein sehr informatives Gesprächs bei der Agentur für Arbeit, deren Haupttipp darin besteht, dass Charlotte doch einfach schwanger werden könnte.

Am Boden angekommen, versinkt Charlotte erst einmal in Selbstmitleid, rafft sich dann schließlich wieder auf und spätestens als ihre Mutter einen Hilferuf aus Grönland schickt, ist Charlotte wieder bereit zu kämpfen.

Der Debütroman von Britta Sabbag ist sehr gelungen. Mit Charlotte hat die Autorin eine herrliche Protagonistin geschaffen, mit der der Leser mitleiden und sich identifizieren kann. Spannend und nachvollziehbar steuert Charlotte von einer Situation in die nächste. Dabei lässt sie auch die auf dem Weg liegenden Fettnäpfchen nicht aus.

Fazit:

Ein witziger und unterhaltsamer Frauenroman, den nicht nur Pinguinliebhaber lesen sollten. Leider ist das Buch mit knapp 250 Seiten schnell durchgelesen. Ich hoffe allerdings auf Nachschub von der Autorin.

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